Zum ersten Mal überhaupt hat die Valencianische Gemeinschaft im Juli über eine Million ausländische Touristen empfangen. Laut Zahlen des Nationalen Statistikinstituts (INE) kamen insgesamt 1 internationale Touristen in die Region, was einem Anstieg von 1,032,582 % gegenüber dem Vorjahr entspricht.
Die Zahl der Besucher aus Frankreich (+54.1 %) stieg deutlich auf insgesamt 236,500 Touristen. Die Zahl der italienischen Besucher stieg um +18.7 %, die der nordischen Besucher um +15.3 % und die der britischen Urlauber um +4.7 %.
Nach dem jüngsten Massaker in Nizza und dem Putschversuch in der Türkei suchen Reisende zweifellos nach neuen Zielen für ihren Sommerurlaub, wobei Sizilien und Spanien am meisten davon profitieren.
Reiseziele, die als riskant für den Sommerurlaub gelten, werden naturgemäß von Touristen gemieden. Die Türkei ist ein Beispiel dafür – 2014 lag das Land noch auf Platz sechs der beliebtesten Reiseziele, doch mittlerweile ist das Land nach Angaben vieler Reiseveranstalter fast aus dem Angebot verschwunden.
Dasselbe gilt für Tunesien, das seit 2015 nach den Massakern am Strand von Sousse und im Bardo-Museum als unsicher gilt. Die Folgen des Massakers von Nizza in Frankreich sind noch nicht abschätzbar, doch der Touristenstrom hat sich seit den Anschlägen von Paris im November fast halbiert. Auch die Zahl der Flüge nach Ägypten, Marokko und ganz Nordafrika wurde reduziert. Auch Griechenland meldet aufgrund der vielen Migranten, die ins Land kommen, eine schwache Saison.
Spanien hingegen profitierte enorm von der Angst, da das Land als sicheres Reiseziel für den Sommerurlaub gilt. Die Kanarischen und Baleareninseln meldeten sogar einen Anstieg der Nachfrage um 30-35%.
Tatsächlich haben Spaniens Strategien zur Besucheranlockung und Steigerung der Touristenzahlen dazu geführt, dass die Bevölkerungsdichte pro Quadratmeter in einigen Teilen des Landes nach Ansicht der Kritiker die Grenzen des Zumutbaren überschritten hat.
In dieser Situation haben einige Gemeinden die Anzahl der Touristen, die ihren Urlaub buchen, beschränkt. Fuerteventura hat eine Obergrenze von 2.5 Millionen Touristen festgelegt, die ohne Beeinträchtigung der Lebensqualität aufgenommen werden können. Touristen suchen zwar nach Sonne, die kostenlos ist, verbrauchen aber auch Dienstleistungen und Ressourcen.












