Hunderte Menschen protestierten am Donnerstag vor dem Rathaus von Torrevieja, während die Stadtpolitiker ihre Plenarsitzung abhielten. Sie skandierten und standen hinter einem großen Banner mit dem Slogan „Torrevieja vereint durch Sport“ und demonstrierten damit gegen den Vorschlag des Stadtrats, die Verwaltung der Sportstadt Torrevieja in private Hände zu legen.
Die Plattform „Gemeinsam für die Qualität des Sports in Torrevieja“ hat die Vorschläge des Stadtrats, die die Kontinuität des Systems fordern, das bis vor wenigen Monaten die städtischen Sportschulen auf durch und durch professionelle Weise verwaltet hat, rundweg abgelehnt.
Mitglieder der Plattform, die auch von vielen Lehrern und Schülern unterstützt wird, verlasen eine Erklärung, in der sie erklärten: „Wir können einer Regierung nicht vertrauen, die gelogen hat.“ Sie erinnerten an die Vereinbarung des Stadtrats, in der es zuvor hieß, die Organisation sportlicher Aktivitäten durch städtische Beobachter werde verlängert.
Die Protestierenden sagten, dass die Übertragung der Leitung des Sportunterrichts in private Hände zu einer Verschlechterung der Standards führen würde, da die Verwaltungsgesellschaft den einzelnen Schulen Quoten auferlegen würde und die Stadt keine Verantwortung oder Haftung mehr für die Instandhaltung und Wartung der städtischen Sportanlagen trage.
Vertreter der Gruppe trafen sich am Dienstag mit dem Bürgermeister José Manuel Dolon und dem Stadtrat für Sport, Victor Ferrández. Laut Pedro Antonio Perez, dem Sprecher der Plattform, scheint sich der Stadtrat bereits dazu entschlossen zu haben, die Verwaltung der städtischen Sportschulen an ein privates Unternehmen auszulagern.
Perez sagte, es sei „eine unangenehme Überraschung“ gewesen, und räumte ein, dass „der Stadtrat das letzte Wort haben wird und dass es deshalb so wichtig ist, dass sich möglichst viele Menschen den Demonstrationen anschließen, zu denen aufgerufen wurde.“
Er erklärte, dass viele Menschen sogar mit einem Boykott der Sportanlagen gedroht hätten, dies sei jedoch keine Lösung und solche Maßnahmen würden die Position der Regierung nur stärken.
Die Plattform sandte außerdem eine Botschaft an die Stadtverwaltung, in der sie ihre Weigerung betonte, das Verschwinden des Sports aus den Schulen zu dulden, und forderte, dass „die Politiker einem so wichtigen und sensiblen Bereich wie der körperlichen Erziehung unserer Kinder, die sowohl unser soziales Gefüge als auch die Entscheidungsträger der Zukunft bilden, keinen Schaden zufügen“. Am Ende der Plenarsitzung verließ der Bürgermeister in Begleitung von Sicherheitskräften das Rathaus.













