Elche CF 2 – 0 Real Valladolid CF
Von Kevin Rendall
Zwei Tore, beide geschickte Kopfbälle aus unerwarteter Quelle, sicherten Elche alle drei Punkte und besiegten einen alten Rivalen relativ mühelos. Real Valladolid war der Rivale und Mittelfeldspieler Álex Fernández der siegreiche Held, der Elche zumindest am Samstagabend in greifbare Nähe zu den Play-off-Plätzen brachte.
Weniger als siebentausend Zuschauer kamen, was vor allem an der unsinnigen Anstoßzeit um 1 Uhr lag. Diejenigen, die sich die Mühe machten, wurden schnell für ihre Treue belohnt, als Pablo Hervías nach nur drei Minuten eine Flanke von links ins Tor brachte. Álex Fernández, der normalerweise den Bereich direkt vor der Viererkette bewacht, war zur Stelle, kletterte zwischen zwei Abwehrspielern der Gäste hoch und köpfte den Ball geschickt an Becerra im Valladolid-Tor vorbei.
Danach und für den Großteil der restlichen ersten Halbzeit schien es eine Sackgasse zu sein. Zwei- oder dreimal blieben Elche-Spieler nach, sagen wir mal, heftigen Zweikämpfen von Vallisoletano-Verteidigern oder Mittelfeldspielern auf dem Rasen liegen. Javier Matilla, der lange behandelt werden musste, wird heute Morgen dank eines besonders harten – und ungeahndeten – Zweikampfs definitiv mit Muskelkater aufwachen. Diejenigen, die die Angriffsversuche überlebt hatten, gerieten bei ihren Versuchen, Elches Angriffe zu lenken, schnell in Sackgassen. Halbzeitstand 1:0.
Trotz des Ausfalls von Pichici Sergio León aus der letzten Saison ist Elche einer der besten Torschützen der Liga. Diese Spielergruppe hat etwas Besonderes an sich, und wenn sie in guter Stimmung ist, scheint sie immer etwas zu zustande zu bringen. Der Unterschied zwischen dieser und der letzten Saison, als Trainer Rubén Barajas oberstes Ziel darin bestand, nicht zu verlieren, ist eklatant. Bisher haben zwölf verschiedene Spieler in nur vierzehn Spielen Tore erzielt.
Zu oft scheiterte ein guter Angriff an einem Fehlpass; es bringt nicht viel, Barcelona zu spielen, bevor man Elche verinnerlicht hat. Man muss Elche und insbesondere Trainer Alberto Toril aber zugutehalten, dass sie das Spiel definitiv richtig spielen wollen. Die Ballbesitzstatistiken in der zweiten Halbzeit wären interessant gewesen. Valladolid hatte offenbar sehr viel Ballbesitz, und nur Juan Carlos' kluge Paraden hielten sie lange genug in Schach, sodass Elche den Ball verteidigen und die Führung ausbauen konnte.
Beim zweiten Tor war vielleicht auch etwas Glück im Spiel – Torhüter Becerra hätte mehr tun müssen, um es zu verhindern – doch an der Technik von Álex Fernández mangelte es nicht. Eine Ecke von Edu Albacar landete beim Linksverteidiger, dessen präzise Hereingabe in den Strafraum ein zweites Mal Fernández perfekt platzierte. Er trägt die Rückennummer 9 und sprang wie ein klassischer Mittelstürmer hoch, um den Ball kraftvoll aufs Tor zu köpfen. Becerra, der sich scheinbar nicht sicher war, ob er schlagen oder fangen sollte, tat weder das eine noch das andere und lenkte den Ball einfach weiter.
Heute war ein 0:2 gerade noch das richtige Ergebnis. Elche hatte das meiste Laufspiel, spielte attraktiven Fußball und wirkte defensiv sicher. Valladolid hingegen enttäuschte und reichte wahrscheinlich nicht einmal für einen Punkt. Nächste Woche reist Elche am Freitagabend zum kriselnden Almería. Mit einem Sieg an diesem Wochenende hoffen sie, ihre Serie uneinheitlicher Ergebnisse zu beenden und eine positive Serie zu starten. Die Zeit wird es zeigen.













