VIER KINDER WEGEN CYBERMOBLYING VERHAFTET

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Agentin Marta Garcia in der Mitte, mit Kommissar Alberto Rubio auf der rechten Seite

Vier Kinder, drei Jungen und ein Mädchen, alle 3 Jahre alt, wurden in Alicante festgenommen, weil sie angeblich einen Klassenkameraden über soziale Netzwerke und mit ihren Mobiltelefonen schikaniert hatten.

Laut der Nationalpolizei war das Leben des jungen Mädchens die Hölle auf Erden. Sie wurde sowohl persönlich als auch in Gegenwart anderer Kinder auf vielfältige Weise gedemütigt und beleidigt. Sie erstellten sogar ein falsches Profil von ihr und verbreiteten es unter ihren Kollegen, was ihr Leid noch weiter verschlimmerte.

Zunächst schwieg das Mädchen, doch mit der Zeit, als ihre Verzweiflung zunahm, merkte sie, dass sie es nicht mehr ertragen konnte und in der Schule einen Zusammenbruch erlitt. Ihre Situation wurde schnell aufgedeckt, als sie alles preisgab, was sie monatelang ertragen hatte. Ihre Eltern reagierten sofort und wechselten die Schule, damit ihre Tochter wieder ein gewisses Maß an Normalität zurückerlangen konnte. Doch selbst dann setzten die mutmaßlichen Täter ihre Praktiken fort.

Die Eltern zeigten die Täter daraufhin bei der Nationalpolizei an, deren Spezialisten der Provinzpolizeibrigade eine Untersuchung des Falles einleiteten.

Die Ermittlungen führten zur Identifizierung der Verantwortlichen für das Mobbing. Polizeiquellen zufolge wurden alle vier Angeklagten Mitte letzten Monats festgenommen. Sie wurden umgehend der Jugendstaatsanwaltschaft übergeben, wo derzeit über Disziplinar- und Umerziehungsmaßnahmen beraten wird.

Eine Sprecherin der Provinzpolizei von Alicante, Marta Garcia, sagte: „Solche Situationen dürfen in einer zivilisierten Gesellschaft nicht geduldet werden. Kein einziges Kind sollte unter Mobbing leiden müssen.“

García sagte, das Mobbing habe letztes Jahr „mit Demütigungen und Beleidigungen“ begonnen, doch das Opfer habe nichts gesagt und stillschweigend gelitten. „Das Problem ist, dass die Belästigung dank der neuen Technologien 24 Stunden am Tag, 365 Tage im Jahr andauert. Solange sich das Opfer nicht bei einem Elternteil oder Freund beschwert, wissen wir nicht, dass sie stattfindet“, sagte sie.

Der Agent sagte, dass die Polizei seit fünf Jahren an einem Plan für das Zusammenleben in der Schule arbeite, der Gespräche mit Schülern über Mobbing und die mit mobilen und sozialen Netzwerken verbundenen Risiken vorsieht, in denen Minderjährigen bewusst gemacht wird, dass ihr Verhalten im Internet schwerwiegende Folgen für ihr tägliches Leben haben kann.