Den vom Nationalen Statistikinstitut veröffentlichten Daten der Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung für das dritte Quartal des Jahres zufolge weist die spanische Wirtschaft weiterhin ein starkes Wachstum und eine robuste Beschäftigungsrate auf.

Die Wachstumsrate gegenüber dem Vorquartal beträgt 0.7 % und gegenüber dem Vorjahr 3.2 %. Dies ist doppelt so hoch wie der Durchschnitt der Eurozone. In diesem Jahr liegt das durchschnittliche Wachstum bisher bei 3.3 %, womit das für das Jahr gesetzte Ziel garantiert erreicht wird. Der Wachstumsbeitrag der Inlands- und Auslandsnachfrage ist gleichmäßiger verteilt, da die Exporte schneller wachsen als die Importe. Die Schaffung von Arbeitsplätzen liegt im Vergleich zum Vorjahr bei 2.9 %, 0.1 % mehr als im Vorquartal. Dies entspricht 499,000 neuen Vollzeitstellen.

Das dritte Quartal dieses Jahres war das zwölfte Quartal in Folge mit Wachstum für die spanische Wirtschaft und das elfte Quartal mit neuen Arbeitsplätzen. Seit dem Ende der Rezession Ende 2013 hat die spanische Wirtschaft ihr Wachstum auf rund 3 % beschleunigt. Gleiches gilt für die Beschäftigungsrate. Diese Ergebnisse zeigen, dass sich die Erholung der spanischen Wirtschaft festigt. Sie bedeuten, dass sich das Einkommensniveau bis zum zweiten Quartal des nächsten Jahres mit Sicherheit wieder auf dem Niveau vor der Krise befinden wird und das Land auf dem besten Weg ist, das Ziel von 20 Millionen Erwerbstätigen zu erreichen.

Die Wachstumsrate im dritten Quartal gegenüber dem Vorjahr liegt um 0.2 % unter der des Vorquartals. Grund dafür ist ein geringerer Beitrag der Inlandsnachfrage (2.6 Prozentpunkte, 0.3 % weniger als im Vorquartal). Demgegenüber trägt die Auslandsnachfrage mit 0.6 % zum BIP-Wachstum bei, 0.1 % mehr als im Vorquartal. Dies ist nach drei negativen Quartalen bereits der zweite positive Beitrag der Auslandsnachfrage in Folge.

Innerhalb der Binnennachfrage stieg der private Konsum um 2.8 Prozent, 0.4 Prozent weniger als im Vorquartal. Die Investitionen hingegen stiegen um einen halben Prozentpunkt weniger, nämlich um 3.1 Prozent. Dies sind hohe Wachstumsraten, die die Binnennachfrage weiterhin als treibende Kraft der Wirtschaft halten, wenn auch stärker vom Außenhandelssektor gedeckt. Innerhalb des Außenhandels stiegen die Exporte um 2.8 Prozent. Dies ist ein höheres Wachstum als das der Importe (0.9 Prozent).

Die Vollzeitäquivalente stiegen im dritten Quartal sowohl im Jahresvergleich als auch im Quartalsvergleich um 0.1 % (2.9 % bzw. 0.8 %). Im dritten Quartal wurden 136,100 Stellenäquivalente geschaffen, davon fast eine halbe Million in den letzten zwölf Monaten. Die Gesamtzahl der geleisteten Arbeitsstunden stieg im dritten Quartal im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 12 %, wie bereits im Vorquartal. Die Anzahl der Stunden pro Arbeitnehmer sank im Jahresvergleich um 2.5 %, verglichen mit einem Rückgang von 2015 % im Vorquartal.

Infolge der BIP- und Beschäftigungsentwicklung verringerte sich die Produktivität je Arbeitnehmer im Vergleich zum Vorjahr um 0.4 % auf 0.2 %. Die Löhne je Angestellten stiegen im Vergleich zum dritten Quartal 0.1 um 2015 % und damit um 0.2 % weniger als im zweiten Quartal. Dies führte zu einem Rückgang der Lohnstückkosten um 0.1 % gegenüber dem Vorjahresquartal, nachdem sie im Vorquartal um 0.3 % gesunken waren.

Was die Verteilung der Primäreinkommen betrifft, so ist die Verlangsamung des nominalen BIP auf die Entwicklung des Bruttobetriebsüberschusses/Selbstständigeneinkommens zurückzuführen, der im Jahresvergleich um 3.5 % zunahm, verglichen mit einem Anstieg von 4.8 % im zweiten Quartal. Gleichzeitig stiegen die Arbeitskosten wie schon im Vorquartal um 3.3 % und die subventionsfreien Produktions- und Importzölle stiegen um zwei Prozentpunkte auf 4.5 %.

 

http://www.lamoncloa.gob.es/lang/en/gobierno/news/Paginas/2016/20161124-economic-growht.aspx