Studien zufolge weist etwa jedes 1. Kind eine Form einer Autismus-Spektrum-Störung (ASD) auf. Ein wichtiges Diagnosekriterium für diese Störung ist die verzögerte Entwicklung der verbalen Kommunikation.

Um die Herausforderungen der Kommunikation mit Kindern mit ASS (sowie mit Kindern mit anderen Kommunikationsbehinderungen, wie Schlaganfallpatienten oder degenerativen Erkrankungen) zu bewältigen, haben Forscher, Therapeuten und sogar Eltern im Laufe der Jahre eine breite Palette von Hilfsmitteln für Unterstützte Kommunikation (AAC) entwickelt. Smartphones und Tablets haben sich als ideale Plattformen für solche Tools erwiesen, und es gibt Dutzende relevanter Apps für iOS- und Android-Geräte.

Visuelle Hilfsmittel können auch zur Kommunikation mit Menschen mit Autismus eingesetzt werden. Sie sind anpassungsfähig, tragbar und in den meisten Situationen einsetzbar. Sie können helfen, Struktur und Routine zu schaffen, Unabhängigkeit zu fördern, Selbstvertrauen aufzubauen, das Verständnis zu verbessern, Frustration und Angst zu vermeiden und Möglichkeiten zur Interaktion mit anderen zu bieten.

Sie können die Kommunikation auch physisch und beständig machen, statt sie flüchtig und unbeständig zu machen, wie es bei gesprochenen Worten der Fall sein kann. In Pilar de la Horadada hat der Stadtrat dieser Tatsache Rechnung getragen und vor Kurzem in 37 öffentlichen Gebäuden Piktogramme eingeführt, von denen man hofft, dass sie die Zugänglichkeit und Nutzung der Gebäude für Menschen, die unter dieser Krankheit leiden, verbessern werden.

Die Ankündigung erfolgte durch den Stadtrat für Kommunikation und neue Technologien, José David Pérez, der gemeinsam mit der Stadträtin für Handel, Pilar María Samper, der Presse erklärte, welche Hilfe die Initiative bieten würde.

Ziel ist es, den Betroffenen ein besseres Verständnis für ihre Umwelt zu vermitteln und ihnen zu helfen, die sie umgebende Umwelt besser zu verstehen und mit ihr besser zu kommunizieren.

In den letzten Wochen hat der Rat mit Lehrern in der Gemeinde zusammengearbeitet, um diese Piktogramme auf Grundlage der Vorschläge des aragonesischen Portals für Unterstützte und Alternative Kommunikation (ARASAAC) zu entwickeln.

Pilar María Samper lobte auch das vom Kommunikationsministerium ins Leben gerufene PICTO-Projekt und erklärte, „dass die Gemeinde besser auf alle ihre Einwohner vorbereitet und angepasst werden muss.“

Sie kündigte außerdem an, dass das Handelsministerium alle Unternehmen in der Gemeinde auffordern werde, ähnliche Hilfsmittel zu fördern und in ihren Betrieben zu installieren und gemeinsam Pilar de la Horadada zu einer „100 % barrierefreien Gemeinde“ zu machen.