Wie die Gemeinde Orihuela aus dem Schlamassel herauskommen will, in dem sich die Ausschreibung für die Pflege der Parks und Gärten von Orihuela Costa verfangen hat, ist ein Rätsel. Sechs Jahre lang wurde die Dienstleistung ohne Vertrag erbracht und deckte kaum 40 % der Küstengärten ab. Nun ist die von Ciudadanos in der vorherigen Regierung geförderte Ausschreibung zu einem Sammelbecken von Vorwürfen zwischen Gemeindeangestellten und Gemeinderäten über angeblichen Zwang und private Interessen geworden.
Die Regierung möchte dem Problem nun ein Ende bereiten und hat dafür, gelinde gesagt, eine einfallsreiche Lösung gefunden: Sie überträgt die Leitung des Dienstes dem städtischen Unternehmen Ildo.
Dies ist zweifellos eine riskante Entscheidung, würde aber ermöglichen, den Dienst mittelfristig mit gewissen Garantien bereitzustellen.
Das Problem ist, dass parallel dazu ein neues Problem entstehen könnte: die Entschädigung. Drei Unternehmen – STV-Evocivil, Actúa und Doalco-AVV – haben ihre Angebote eingereicht und warten nun seit März auf eine Entscheidung des Stadtrats. Mit dieser Lösung könnten sie den Stadtrat jedoch wegen Missachtung des Gesetzgebungsverfahrens verklagen.
Dies geschah bereits 2012, nach den Skandalen um den Geschäftsmann Ángel Fenoll im Fall Brugal. Der Müllvertrag wurde ausgeschrieben. Urbaser galt als bestes Unternehmen, entschied sich jedoch später in letzter Instanz für die Kommunalisierung und die Übernahme der direkten Verwaltung des Dienstes. Das Unternehmen gewann den Rechtsstreit, und die Stadt musste dem Unternehmen 4.4 Millionen Euro als entgangenen Gewinn zahlen.
Bei Parks und Gärten ist es ähnlich, wenn auch mit Nuancen. Probleme traten fast von Anfang an auf. Die Baubehörde forderte einen gemeinsamen Gutachten von Experten an. Zwei von ihnen lehnten dies aus unterschiedlichen Gründen ab, und der dritte (zufällig derjenige, der die Spezifikationen verfasst hatte) beschloss, einen eigenen Bericht zu erstellen. Das Ergebnis dieser Studie war, dass das von STV und Evocivil gegründete Joint Venture am besten bewertet wurde und seinen beiden direkten Konkurrenten weit überlegen war.
Angesichts all dessen ist es durchaus denkbar, dass auf jeden Schiedsspruch, egal in welche Richtung, eine Kaskade von Berufungen zwischen den Unternehmen folgt, die die Entscheidung über den Schiedsspruch weiter verzögern.













