Ein 45-jähriger Belgier wurde in Orihuela Costa wegen Betrugs und Geldwäsche im Zusammenhang mit einem Pyramidensystem im Wert von 24 Millionen Euro festgenommen. Dem Mann, dem eine Gefängnisstrafe von bis zu zehn Jahren droht, wird vorgeworfen, eine kriminelle Organisation angeführt zu haben, die zwischen 2015 und 2018 belgische Investoren betrogen hat.
Das Schema
Die belgischen Behörden werfen dem Angeklagten vor, Investoren in ein betrügerisches Kryptowährungs-Investmentsystem gelockt zu haben. Den Anlegern wurden hohe Renditen für ihre Investitionen in „Nanocoins“ versprochen. Diese Nanocoins wurden jedoch nie tatsächlich investiert, und die Anleger konnten ihr Geld letztlich nicht abheben, da ihre Kryptowährungs-Wallets gesperrt waren.
Die Untersuchung
Die Ermittlungen ergaben, dass das von den Opfern investierte Geld über ein komplexes Netz von Konten in Norwegen, Singapur und Hongkong floss. Keines der Gelder wurde jemals wie versprochen investiert. Stattdessen gehen die Ermittler davon aus, dass das Geld auf Konten eingezahlt wurde, die vom Angeklagten und seinen Komplizen kontrolliert wurden.
Der Verteidiger
Der Mann gilt als Chef der belgischen Firma, die hinter dem Pyramidensystem steht. Laut belgischem Gericht sammelte er über seine Firmen über 9.8 Millionen Euro von Investoren ein. Die Ermittlungen deuten zudem darauf hin, dass er einen Großteil dieses Geldes für den Kauf von Immobilien in Spanien verwendete.
Die Investoren
Belgische Investoren wurden durch das Versprechen hoher Renditen angelockt. Ihnen wurde versprochen, ihr Geld in verschiedene Projekte zu investieren, doch solche Investitionen fanden nie statt. Den Investoren wurde außerdem eine virtuelle Bankkarte für den Zugriff auf ihre Gelder zur Verfügung gestellt. Diese Karte funktionierte jedoch oft nicht oder nur unzureichend.
Die Folgen
Nachdem die Opfer erkannt hatten, dass sie betrogen worden waren, erstatteten sie Anzeige bei den belgischen Behörden. Bislang liegen 58 offizielle Anzeigen vor. Die Ermittlungen dauern an, aber es ist unwahrscheinlich, dass die Opfer ihr verlorenes Geld zurückerhalten. Der Großteil des Geldes scheint auf Konten außerhalb Belgiens überwiesen worden zu sein, ein erheblicher Teil davon auf Konten eines Anwalts in Norwegen.
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