Der Fischereisektor in der Region Murcia steckt aufgrund neuer europäischer Beschränkungen, die die Schleppnetzfischerei von derzeit 27 Tagen auf nur noch 145 Tage pro Jahr beschränken, in einer schweren Krise. Diese drastische Reduzierung bedroht die Überlebensfähigkeit der gesamten Branche, deren Einkommen maßgeblich von der Schleppnetzfischerei abhängt. Fischer befürchten, dass diese Maßnahme zu zahlreichen Insolvenzen, Arbeitsplatzverlusten und Betriebsschließungen führen wird.

Als Reaktion darauf hat der Sektor einen zweitägigen Streik am 9. und 10. Dezember geplant, in dessen Verlauf Boote vertäut, Märkte geschlossen und Vertreter nach Brüssel reisen werden, um gegen die Entscheidung zu protestieren.

Sie planen außerdem eine Großdemonstration in Madrid. Sollte die Europäische Union ihre Haltung nicht ändern, droht den Fischern ein unbefristeter Streik.

Die Fischer argumentieren, die Beschränkungen seien ungerechtfertigt, da sie ihre Fänge in den letzten Jahren deutlich gesteigert hätten. Sie weisen zudem auf die Heuchelei der EU hin, die europäischen Fischern strenge Vorschriften auferlegt und gleichzeitig die Einfuhr illegal gefangenen Fischs aus Marokko erlaubt.

Sie befürchten, dass dieser unfaire Wettbewerb ihre ohnehin schon angeschlagene Branche noch weiter schädigen wird.