Ein Unternehmen, das den Zuschlag für den Betrieb von Strandbars an den Stränden von Orihuela Costa erhalten hatte, verklagt die Stadtverwaltung. Das Unternehmen gibt an, über 19,000 Euro an Gebühren gezahlt zu haben, nachdem es die Ausschreibung für Punta Prima, Cala Estaca und Cala La Mosca gewonnen hatte. Der Auftrag wurde jedoch nicht genehmigt, und die Stadtverwaltung beabsichtigt, den Service neu auszuschreiben.

An den drei Stränden gibt es seit Januar 3 keine Chiringuitos mehr, was sich auf lokale Unternehmen und Anwohner auswirkt. Die Stadtverwaltung, eine Koalition aus PP und Vox, übernahm das Problem von der vorherigen PSOE-Ciudadanos-Regierung. Sie entschied sich, den Auftrag in Lose aufzuteilen und die Dienstleistung neu auszuschreiben.

Während andere Lose bereits vergeben wurden, ist das Verfahren für Los 1 ins Stocken geraten. Der Stadtrat hat angekündigt, die Ausschreibung für ungültig zu erklären und die Leistungen für diese drei Strände neu auszuschreiben. Das ursprünglich beauftragte Unternehmen will diese Entscheidung jedoch gerichtlich anfechten und behauptet Unregelmäßigkeiten im Ausschreibungsverfahren.

Das Unternehmen hat alle erforderlichen Unterlagen eingereicht und Gebühren bezahlt, darunter auch eine Gebühr für die Reinigung der Strandtoiletten, die in der Verantwortung des Chiringuito-Betreibers liegt. Sie argumentiert, dass diese Maßnahmen ihr Engagement für den Vertrag und ihren Anspruch auf die Konzession demonstrieren.

Die Rechtsabteilung des Unternehmens plant, eine Verwaltungsklage gegen den Stadtrat und die zuständigen Beamten einzureichen, um die Entscheidung des Rates anzufechten. Sie behauptet außerdem Unregelmäßigkeiten bei der Vergabe weiterer Grundstücke und beabsichtigt, diese Vorwürfe weiter zu untersuchen.

Die vorherige Verwaltung hatte beschlossen, die Chiringuito-Verträge im Januar 2023 nicht zu verlängern, was zu Protesten der örtlichen Unternehmen führte. Die Entscheidung der aktuellen Verwaltung, den Service neu auszuschreiben, zielte darauf ab, die Einnahmen der Gemeinde zu erhöhen.

Während der Rechtsstreit andauert, gibt es an den Stränden von Punta Prima, Cala Estaca und Cala La Mosca weiterhin keine Strandbars. Die örtliche Gemeinde, insbesondere der Nachbarschaftsverband von Punta Prima, äußerte zudem Bedenken hinsichtlich der für Sonnenschirme und Liegen vorgesehenen Strandfläche. Diese Dienstleistung ist ebenfalls Teil des Strandbar-Vertrags, soll aber reduziert werden. Sie forderte den Gemeinderat auf, dieses Thema bei zukünftigen Ausschreibungen zu berücksichtigen.