Freunde der Sierra Escalona bezeichnen den Schritt des Bauunternehmens „Montepiedra“ neben dem Campoamor Boulevard als „rücksichtslos“ und fügen hinzu, dass eine DANA zu einer völligen Überflutung führen würde.

Wie die Zeitung Leader letzte Woche berichtete, sind Umweltverbände alarmiert über ein neues Projekt zum Bau von Doppelhaushälften entlang des Flusses Nacimiento in Campoamor. Dieses nun öffentlich bekannt gewordene Projekt beansprucht geomorphologisch gefährdetes Land, wie der Sektorale Territoriale Aktionsplan zur Hochwasservorsorge in der Autonomen Gemeinschaft Valencia (Patricova) feststellt.

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Miguel Ángel Pavón, Präsident von Amigos de Sierra Escalona (ASE), gibt an, dass etwa 5,000 der 18,000 Quadratmeter betroffen sind, was möglicherweise Auswirkungen auf rund 30 geplante Häuser hat. Er sagt: „In diesem Gebiet, das an die Gefahrenzone 1 angrenzt, dem Gebiet mit dem höchsten Risiko, das sich um das Flussbett des Nacimiento und seine Ufer erstreckt, hätten niemals Häuser gebaut werden dürfen.“

Pavón erinnert an die DANA 2019, bei der Überschwemmungen von der Rambla Campoamor heimsuchten. Er warnt, dass eine weitere schwere DANA das gesamte Gebiet, einschließlich der 60 bestehenden Häuser, überfluten könnte. Pavón plädiert für die Deklassifizierung des betroffenen Landes aus Sektor Y-1, um Sach- und Personenschäden zu verhindern. Er argumentiert, dass es inakzeptabel sei, Spekulations- und Immobilieninteressen über die Sicherheit der Menschen zu stellen.

Er betont außerdem, dass das Land innerhalb eines Gebiets von gemeinschaftlichem Interesse (GGB) liegt, das die Sierra Escalona und die Dehesa de Campoamor umfasst und in dem Bauverbot gelten sollte. Pavón schlägt vor, dieses GGB mit dem Gebiet um Cabo Roig zu verbinden.

Der Bebauungsplan sieht vor, drei Einfamilienhausblöcke zu einem Reihenhausblock zusammenzulegen und so die Anzahl der vermarktbaren Wohnungen zu erhöhen. Um die Umweltbelastung zu minimieren, sollen die Häuser vom Fluss zurückgesetzt werden, wodurch eine schmale Grünfläche mit einem Fußweg entsteht.

In diesem Gebiet, das vom Aussterben bedrohte Arten wie die Katzenkopf-Zistrose beheimatet, sollen die Arten in der neuen Grünfläche und der Rambla de las Estacas wieder angepflanzt werden.

Pavón kritisiert die Umsiedlung als unwirksame Korrekturmaßnahme und bezeichnet die fortschreitende Urbanisierung des Lebensraums als Fehlentwicklung. Die einzige wirksame Maßnahme, so schlussfolgert er, sei ein Stopp der Urbanisierung in diesem sensiblen Gebiet.