Stadtrat von Orihuela beteiligt sich an europäischem Projekt zur Minderung von Katastrophenrisiken

0
Ziel des Projekts ist es, die Gemeinde besser auf Krisen vorzubereiten und Einwohner sowie Infrastruktur vor zukünftigen Katastrophen zu schützen.
Ziel des Projekts ist es, die Gemeinde besser auf Krisen vorzubereiten und Einwohner sowie Infrastruktur vor zukünftigen Katastrophen zu schützen.

Der Stadtrat für Notfälle, Víctor Valverde, hat die Partnerschaft des Rathauses von Orihuela mit dem europäischen Horizontprojekt „TOGETHER“ bekannt gegeben, das von der norwegischen Stiftung NORSAR geleitet wird.

Aufbauend auf früheren Kooperationen zur Erdbebenvorsorge zielt diese Initiative darauf ab, Frühwarnsysteme und Erkennungsmethoden für Naturkatastrophen zu verbessern.

Jüngste Katastrophen, wie die Überschwemmungen in Valencia, haben Schwächen in Governance, Risikomanagement und Kommunikation aufgezeigt und ihre Auswirkungen verschärft. Valverde betonte, wie wichtig es sei, diese Herausforderungen anzugehen: „Das TOGETHER-Projekt zielt darauf ab, die ebenen- und sektorübergreifende Koordination zu stärken, um eine katastrophenresistente Gesellschaft zu schaffen, insbesondere angesichts des Klimawandels und der vielfältigen Gefahren.“

Projektziele und innovative Lösungen

Das TOGETHER-Projekt konzentriert sich auf integrierte Governance für ein effektiveres Katastrophenmanagement. Es entwickelt ein Toolkit mit folgenden Elementen:

Fünf Interoperabilitätsrahmen: Rechtliche, organisatorische, technische, semantische und domänenübergreifende Rahmen zur Optimierung des Datenaustauschs.

Ein Multi-Tool-System: Innovative Technologien für das Katastrophenrisikomanagement.

Ein KI-Agent: Um mithilfe gemeinsam genutzter Daten umsetzbare Erkenntnisse für das Katastrophenmanagement zu generieren.

Disaster Risk Management Governance (DRMG): Ein System, das hochmoderne Lösungen mit etablierten Best Practices kombiniert, um die Koordination zwischen den Governance-Ebenen zu verbessern.

Das Toolkit basiert auf einem öffentlich-privaten Partnerschaftsmodell (PPCP), das in Innovationszentren für Katastrophenvorsorge in Norwegen, Griechenland und Spanien getestet wurde. Replikationsstudien in Portugal und der Türkei werden seine Robustheit in verschiedenen Kontexten evaluieren.

Orihuelas Rolle im Projekt

Als Pilotstadt wird Orihuela eine Schlüsselrolle bei der Erprobung des Toolkits in Simulationen extremer Überschwemmungen durch Starkregen spielen. Valverde äußerte sich optimistisch: „Das Erdbebenrisikoprojekt hat uns wertvolle Erkenntnisse vermittelt, und wir hoffen, diese Förderung zu erhalten, um unsere Frühwarnsysteme weiterzuentwickeln.“

Eine europaweite Zusammenarbeit

Die Teilnahme von Orihuela ist Teil einer umfassenderen Zusammenarbeit mit akademischen, kommunalen und nichtstaatlichen Organisationen, darunter:

Universität Alicante (Spanien)

Stadtrat von Oslo (Norwegen)

Universität Agder (Norwegen)

Universität Strathclyde (Großbritannien)

Rotes Kreuz (Türkei)

Universität Porto (Portugal)

EUCENTRE-Stiftung (Italien)

Weitere Partner aus Deutschland, Frankreich, den Niederlanden, Griechenland und Belgien beteiligen sich ebenfalls am Projekt.

Vorteile für Orihuela

Orihuela verfügt über das größte Gebiet der Provinz Alicante und wird durch sein Engagement Best Practices und Mechanismen für eine verbesserte Notfallversorgung etablieren. Das Projekt soll die Gemeinde besser auf Krisen vorbereiten und Einwohner sowie Infrastruktur vor zukünftigen Katastrophen schützen.