Jesús Emilio Díez de Mier, bekannt als Txutxi, ein ehemaliger Profifußballer aus Bilbao, wurde von der Nationalpolizei in El Puerto de Santa María, Cádiz, festgenommen. Txutxi wurde vom Obersten Nationalgericht wegen des Handels mit 950 Kilogramm Kokain verurteilt und hatte sich seit 2015 der Justiz entzogen.
Die Festnahme erfolgte am 15. Dezember im Rahmen einer Routinekontrolle. Die Beamten wurden misstrauisch, als die Person falsche Ausweisdaten vorlegte. Weitere Ermittlungen bestätigten, dass es sich bei dem Festgenommenen um Txutxi handelte, der in der Saison 1995/1996 für Athletic Bilbao gespielt hatte, bevor er zu unterklassigen Vereinen wie Hercules wechselte. In der Saison 2001/2003 bestritt er 50 Spiele für Hercules und erzielte dabei zwei Tore.
Txutxi wurde zusammen mit dem ehemaligen serbischen Fußballer Predrag Stankovic – ebenfalls ein ehemaliger Hercules-Spieler – wegen Beteiligung am Schmuggel von 950 Kilogramm Kokain nach Spanien im Rahmen einer kriminellen Vereinigung verurteilt. Die Drogen, die zwischen 2008 und 2009 in Containern von Argentinien zu den Häfen von Algeciras und Valencia transportiert wurden, hatten auf dem Schwarzmarkt einen Wert von über 32 Millionen Euro.
Der als Operation Cyclone bekannte Fall führte zu mehreren Verurteilungen. Der Oberste Gerichtshof verurteilte Txutxi, Stankovic und weitere ehemalige Fußballer zu Gefängnisstrafen zwischen fünf und zwölf Jahren und verwies damit auf ihre Beteiligung an der illegalen Operation.












