Der Bau von 2,300 neuen Wohnungen im Rahmen des SUS-A-Plans „Los Invernaderos“ in San Miguel de Salinas hat Zweifel an seiner finanziellen Nachhaltigkeit ausgelöst. Laut der Nachbarschaftsvereinigung von San Miguel Arcángel könnte das Projekt die öffentlichen Finanzen erheblich belasten, obwohl Prognosen etwas anderes vermuten lassen.

Voraussichtliche Einnahmen vs. Ausgaben

Der Projektentwickler rechnet mit zusätzlichen Einnahmen aus baubezogenen Gebühren in Höhe von 8.38 Millionen Euro und wiederkehrenden jährlichen Einnahmen in Höhe von 2.96 Millionen Euro aus Grundsteuern und anderen Quellen. Zudem prognostiziert er jährliche Kosten von 345,571 Euro für Instandhaltungsleistungen wie Straßenreinigung, Müllabfuhr und Straßenbeleuchtung, was eine positive Bilanz für die Gemeinde bedeutet.

Der Nachbarschaftsverband bestreitet diese Zahlen jedoch und weist auf „Versäumnisse“ in den Kostenberechnungen des Bauträgers hin. Das Unternehmen berücksichtigt lediglich die städtischen Instandhaltungskosten und ignoriert erhebliche öffentliche Ausgaben für Gesundheitswesen, Bildung, Polizei, Abwasserentsorgung und Mobilitätsinfrastruktur.

Warnung vor Finanzdefiziten

Basierend auf den kommunalen Pro-Kopf-Ausgaben von 2023 Euro im Jahr 1,051 berechnet der Verband, dass die 5,800 neuen Einwohner jährliche Kosten von 6.08 Millionen Euro verursachen würden, was zu einem kommunalen Defizit von 3.12 Millionen Euro führen würde. Einschließlich der regionalen Ausgaben für Gesundheit und Bildung könnte das Defizit 15 Millionen Euro übersteigen, was zu Befürchtungen hinsichtlich einer Verschlechterung der öffentlichen Dienstleistungen und einer Verschlechterung der Lebensqualität der Einwohner führt.

Empfehlungen

Um die finanzielle Belastung zu verringern, empfiehlt der Verband eine schrittweise Umsetzung des Wohnungsbauplans. Dieser Ansatz würde es ermöglichen, öffentliche Dienstleistungen und Infrastruktur schrittweise entsprechend dem Bevölkerungswachstum auszubauen und so eine unmittelbare Belastung der öffentlichen Finanzen zu vermeiden.

Zusammenfassung

Der geplante Wohnungsbauplan in San Miguel de Salinas könnte die Einwohnerzahl der Stadt zwar verdoppeln, wirft aber ernsthafte Zweifel an seiner finanziellen Tragfähigkeit auf. Der Nachbarschaftsverband warnt vor einem erheblichen Defizit und drängt auf ein schrittweises Vorgehen, um nachhaltiges Wachstum zu gewährleisten und die Lebensqualität der Bewohner zu erhalten.