Die Nationalpolizei hat zwei Männer festgenommen, denen vorgeworfen wird, sich als Zuhälter ausgegeben und von einem Mann in Alicante Tausende von Euro erpresst zu haben, indem sie ihm mit Gewalt drohten.
Die Tortur begann, als das Opfer eine Website mit Inhalten für Erwachsene besuchte und auf das Foto einer Frau klickte. Sofort erschien eine automatisierte Nachricht, die fälschlicherweise behauptete, er habe die Dienste der Frau angefordert. Alarmiert löschte der Mann die Nachricht, doch seine persönlichen Daten waren bereits kompromittiert.
Kurz darauf erhielt er über eine beliebte Instant-Messaging-App Drohnachrichten. Die Absender gaben sich als Vertreter von Escort-Agenturen aus, warfen ihm vor, die Zeit der Frau zu verschwenden, und forderten 1,500 Euro Entschädigung.
Eskalierende Drohungen und Erpressungen
Aus Angst vor den Drohungen kam das Opfer der ersten Forderung nach und überwies das Geld. Die Erpressung hörte jedoch nicht auf. Die mutmaßlichen Zuhälter belästigten ihn weiterhin und forderten weitere 1,000 Euro. Sie drohten ihm mit Hausbesuchen und Gewalt, um die angebliche Schuld zu begleichen.
Die Angst des Opfers wuchs, als es Videos von Folterungen erhielt, die ihn davon überzeugen sollten, es mit einer gefährlichen kriminellen Organisation zu tun zu haben. Er fühlte sich in die Enge getrieben und tätigte mehrere Zahlungen auf verschiedene Bankkonten. Als er den Forderungen schließlich nicht mehr nachkommen konnte, beschloss er, die Situation der Nationalpolizei in Elda zu melden.
Polizeiliche Ermittlungen decken ein Betrugsnetzwerk auf
Die Polizei von Elda leitete umgehend Ermittlungen ein und stellte fest, dass die Anzeigen auf der Website für Erwachsene betrügerisch waren. Die Bilder und Profile, darunter auch das vom Opfer angeklickte, dienten dem Diebstahl persönlicher Daten und der Erpressung von Personen.
Die Ermittlungen ergaben weitere Opfer in ganz Spanien, darunter in Katalonien, Andalusien und anderen Teilen der Autonomen Gemeinschaft Valencia. Nach der Sammlung umfangreicher Beweise identifizierte die Polizei die Täter als zwei Männer im Alter von 22 und 41 Jahren aus Olot, Girona.
Festnahme und Gerichtsverfahren
Eine koordinierte Operation der Kriminalpolizei in Olot führte zur Festnahme der beiden Verdächtigen. Sie wurden vor das Gericht erster Instanz in Olot gestellt und müssen sich nun einem Gerichtsverfahren stellen.
Warnung der Polizei
Die Landespolizei rät allen, die Drohnachrichten von Unbekannten erhalten, dringend, keine Zahlungen zu leisten. Stattdessen sollten Betroffene solche Vorfälle der nächsten Polizeidienststelle melden.
Dieser Fall ist eine deutliche Erinnerung an die Risiken, die mit dem Anklicken nicht verifizierter Online-Anzeigen verbunden sind, und daran, wie wichtig es ist, Cyberkriminalität unverzüglich den Behörden zu melden.












