Bis zum 1. Januar 2025 müssen spanische Städte mit mehr als 50,000 Einwohnern gemäß dem Gesetz zum Klimawandel und zur Energiewende Umweltzonen (ZBE) einrichten, um den Umweltzielen der EU zu entsprechen. In der Provinz Alicante sind die Fortschritte unter den acht berechtigten Gemeinden jedoch uneinheitlich.
Compliance-Übersicht
Von den Gemeinden, die ZBE-Regelungen erlassen müssen – Alicante, Elche, Torrevieja, Orihuela, Benidorm, Alcoy, San Vicente del Raspeig und Elda – verfügen nur die Hälfte über entsprechende Verordnungen. Elda ist die einzige Gemeinde, die sowohl die Anforderungen an die Erlassung von Regelungen als auch an die Verhängung von Bußgeldern erfüllt.
Alicante, Elche, Benidorm, Elda: Verordnungen genehmigt.
Die Vorschriften von Alicante und Elche schließen Bußgelder aus und konzentrieren sich stattdessen auf die Überwachung des Verkehrs und der Luftqualität.
Benidorm wird eine sechsmonatige straffreie Übergangszeit einführen.
Elda hält sich strikt an die Verordnung und verhängt bei Verstößen Strafen.
Torrevieja, Orihuela, Alcoy, San Vicente: Verordnungen stehen noch aus, alle offenbar mit erheblichen Verzögerungen.
Wichtige Entwicklungen
Alicante: Die ZBE-Verordnung steht kurz vor der endgültigen Genehmigung, sieht aber keine Bußgelder vor. Der Plan sieht die Installation von Sensoren und Kameras zur Echtzeit-Verkehrsüberwachung im Umkreis der Gran Vía vor.
Elche: Verordnung genehmigt, Bußgelder werden jedoch nicht verhängt. Beamte begründen die Milderung mit der guten Luftqualität und stellen 4 Millionen Euro – teilweise finanziert durch EU-Zuschüsse – für die Umsetzung der ZBE bereit.
Benidorm: Verordnung im Oktober verabschiedet. Die Einschränkungen beginnen im Januar mit einer sechsmonatigen Informationsphase. Eine App und Beschilderung unterstützen die Bewohner während der Umstellung.
Elda: Die einzige Stadt, die die Vorschriften vollständig einhält. Die Vorschriften wurden im November verabschiedet und es wurden Bußgelder verhängt. Die ZBE deckt die zentrale Zone ab und betrifft nur 3 % der Bevölkerung.
Kommunen mit Entwicklungsrückstand
Torrevieja: Die ZBE-Pläne sind Teil eines umfassenderen Projekts zur Sanierung der maritimen Fassade. Trotz EU-Finanzierungszusagen kommen die Arbeiten nur langsam voran.
Orihuela: Noch keine Verordnung. Die Gemeinde nennt die komplexe Geografie, die zahlreichen Fußgängerzonen und die Küste als Herausforderung, hat aber einen Plan für nachhaltige städtische Mobilität verabschiedet.
Alcoy: Ein Verordnungsentwurf wird derzeit geprüft. Die endgültige Fassung wird Ende Januar erwartet. Studien zielen darauf ab, Strategien zur Emissionsreduzierung zu identifizieren.
San Vicente: Die Ausarbeitung des ZBE-Projekts begann im Dezember. Dabei kam es zu Verzögerungen aufgrund vorheriger Untätigkeit. Das Projekt soll bis 2026 abgeschlossen sein.
Folgen der Nichteinhaltung
Das Verkehrsministerium warnt, dass Kommunen, die bis 2025 keine ZBEs umsetzen, keine Subventionen für den öffentlichen Nahverkehr mehr erhalten.
Fazit
Während Elda die ZBE-Anforderungen vorbildlich erfüllt, hinken die meisten Gemeinden in der Provinz Alicante bei der Umsetzung hinterher. Verzögerungen, fehlende Bußgelder und die Abhängigkeit von Nachsicht wecken Bedenken hinsichtlich der Erreichung der EU-Umweltziele. Diesen Städten läuft die Zeit davon, finanzielle Sanktionen zu vermeiden und die Klimaziele wirksam zu erreichen.












