Organisierte Gruppe wegen Betrugs an älteren Menschen in Torrevieja festgenommen

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Erlöse aus dem Tocomocho-Betrug wurden verwendet, um Geld und Schmuck von älteren Menschen zu stehlen
Erlöse aus dem Tocomocho-Betrug wurden verwendet, um Geld und Schmuck von älteren Menschen zu stehlen

Spanisch

Eine organisierte Gruppe, die mit dem „Tocomocho“-Betrug Geld und Schmuck von älteren Menschen in Torrevieja stahl, wurde von der Nationalpolizei zerschlagen. Die Gruppe, bestehend aus fünf spanischen Staatsbürgern im Alter zwischen 25 und 78 Jahren, nutzte emotionale Täuschung und Überzeugungstechniken, um das Vertrauen ihrer Opfer zu gewinnen und sie auszurauben. Alle Mitglieder der Gruppe sind wegen ähnlicher Straftaten bereits vorbestraft.

Bei der Aktion beschlagnahmten die Behörden 12,320 Euro Bargeld, zahlreiche Schmuckstücke und mehrere gefälschte Lotterielose. Drei Verdächtige wurden bereits vor Gericht gestellt. Die Ermittlungen dauern an, um zu klären, ob die Gruppe in weitere Straftaten verwickelt ist.

Die Ermittlungen begannen, nachdem zwei ältere Opfer Anzeige erstattet hatten. Eine der 77-Jährigen berichtete, wie sie vor einem Geschäft von einer Frau angesprochen wurde, die behauptete, eine Tasche voller Geld zu haben. Zwei Komplizen beteiligten sich an dem Betrug und überredeten sie, ihr 3,000 Euro und ihren Schmuck zu übergeben, unter dem Vorwand, die Tasche zu beschützen. Später ließ man sie im Stich und entdeckte, dass die Tasche mit Zeitungsausschnitten gefüllt war.

In einem anderen Fall täuschten eine vermeintlich behinderte Frau und ihre Komplizen eine ältere Dame vor, sie bräuchten Hilfe bei der Sicherung einer Tasche voller Bargeld. Das Opfer übergab ihr 3,000 Euro und ihren Schmuck, nachdem sie zu ihrer Bank gefahren worden war, um Geld abzuheben. Später stellte sie fest, dass das Paket wertloses Papier enthielt.

Die Polizei spürte die Verdächtigen und das bei den Betrügereien verwendete Fahrzeug auf und nahm sie schließlich in Torrevieja fest, da sie offenbar darauf aus waren, neue Opfer anzulocken.

WAS IST DER „TOCOMOCHO“-BETRUG?

Der „Tocomocho“-Betrug nutzt das Vertrauen und den guten Glauben älterer Menschen aus. Die Täter geben sich typischerweise als jemand aus, der nicht in der Lage ist, einen Lottogewinn einzulösen oder eine große Geldsumme zu erbeuten, und überzeugen ihre Opfer, ihnen im Austausch für falsche Versprechungen Wertgegenstände oder Bargeld anzubieten.

Polizeiliche Hinweise zur Prävention

Seien Sie vorsichtig, wenn Fremde Angebote machen oder um Hilfe bitten.

Konsultieren Sie Familie oder Freunde, bevor Sie Entscheidungen treffen, die Geld betreffen.

Geben Sie niemals Wertgegenstände oder Geld an Fremde.

Melden Sie verdächtige Aktivitäten der Polizei, indem Sie die 091 anrufen oder eine Wache aufsuchen.

Die Nationalpolizei betont, wie wichtig es ist, die Öffentlichkeit zu sensibilisieren, um gefährdete Gruppen, insbesondere Senioren, vor solchen Betrügereien zu schützen. Die Mitarbeit der Bürger spielt eine entscheidende Rolle bei der Verhinderung dieser Verbrechen. Verdächtige Aktivitäten können anonym über die offizielle Website der Polizei oder bei den örtlichen Polizeidienststellen gemeldet werden.

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