Norwegischer Flüchtling wegen 37 Betrugsfällen in Rojales festgenommen

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Ermittler der spanischen Nationalpolizei leiteten eine Suchaktion ein und konnten den Flüchtigen schließlich finden und festnehmen, als er gerade sein Haus verlassen wollte.
Ermittler der spanischen Nationalpolizei nehmen eine Festnahme vor

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Ein 20-jähriger Norweger wurde in Rojales von Beamten der Nationalpolizei aufgrund eines Europäischen Auslieferungsbefehls der norwegischen Behörden festgenommen. Ihm wird schwerer Betrug vorgeworfen, den er 2023 in Norwegen begangen hatte.

Nach Abschluss der polizeilichen Verfahren wurde der Verdächtige vor das Zentrale Ermittlungsgericht des Nationalen Obersten Gerichtshofs gebracht, das für die Überwachung seines Auslieferungsverfahrens zuständig ist.

Internationale Kooperation

Der Europäische Haftbefehl wurde von Norwegen erlassen und der Nationalpolizei von Alicante über die Abteilung für internationale Zusammenarbeit der Staatsanwaltschaft Alicante übermittelt. Norwegische Ermittler hatten den Wohnsitz des Verdächtigen in Rojales identifiziert, was die spanischen Behörden zum Handeln veranlasste.

Ermittler der spanischen Nationalpolizei leiteten eine Suchaktion ein und konnten den Flüchtigen schließlich finden und festnehmen, als er gerade sein Haus verlassen wollte.

Betrugsmasche: Datendiebstahl und gefälschte Käufe

Die 2023 in Norwegen begangenen Verbrechen umfassten mindestens 37 Betrugsfälle. Der Verdächtige soll Nutzer einer App dazu verleitet haben, für Waren zu bezahlen, die nie geliefert wurden, oder sie durch Phishing-Betrug dazu gebracht haben, vertrauliche Informationen preiszugeben.

Die Opfer erhielten betrügerische Textnachrichten, die angeblich von offiziellen Institutionen wie der norwegischen Arbeits- und Sozialverwaltung oder der norwegischen Steuerverwaltung stammten.

Anschließend überzeugten Betrüger, die sich als Polizisten oder Servicemitarbeiter ausgaben, die Opfer, zusätzliche Bank- und persönliche Daten preiszugeben. Dies führte zu unbefugten Überweisungen von mehreren Millionen norwegischen Kronen von den Konten der Opfer.

Finanzielle Auswirkungen und mögliche Strafe

Durch die betrügerischen Aktivitäten entstanden Opfern und Banken Schäden von über 8.4 Millionen norwegischen Kronen (ca. 720,000 Euro). Im Falle einer Verurteilung droht dem Verdächtigen in Norwegen eine Freiheitsstrafe von bis zu sechs Jahren.

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