Rubiales' Abrechnung nach Schuldspruch gegen den ehemaligen spanischen Fußballtrainer

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Der ehemalige spanische Fußballchef Luis Rubiales wurde wegen sexuellen Missbrauchs von Jenni Hermoso für schuldig befunden.
Der ehemalige spanische Fußballchef Luis Rubiales wurde wegen sexuellen Missbrauchs von Jenni Hermoso für schuldig befunden.

Der ehemalige spanische Fußballchef Luis Rubiales wurde für schuldig befunden, Jenni Hermoso nach dem Finale der Frauen-Weltmeisterschaft 2023 sexuell belästigt zu haben, indem er sie ohne ihre Zustimmung küsste.

Das spanische Oberste Gericht in Madrid entschied gegen Rubiales und verurteilte ihn zur Zahlung von 10,000 Euro (8,274 Pfund) an Hermoso. Außerdem verhängte es eine einstweilige Verfügung, die ihm jeglichen Kontakt mit ihr oder die Annäherung auf weniger als 200 Meter untersagte. Von einer separaten Anklage wegen Nötigung im Zusammenhang mit dem Vorfall wurde er jedoch freigesprochen.

Rubiales, 47, bestritt jegliches Fehlverhalten und behauptete, der Kuss sei eine spontane Feier gewesen und Hermoso habe zugestimmt – eine Behauptung, die sie entschieden zurückwies. Die Staatsanwaltschaft hatte eine Gefängnisstrafe gefordert, doch er wurde stattdessen zu einer Geldstrafe verurteilt.

Der Vorfall ereignete sich nach dem 1:0-Sieg Spaniens über England im Finale der Frauen-Weltmeisterschaft in Sydney im September 2023. Während der Zeremonie nach dem Spiel packte Rubiales Hermosos Kopf mit beiden Händen und küsste sie auf die Lippen.

Hermoso sagte aus, sie habe „niemals“ zugestimmt und sagte, der Moment habe einen der glücklichsten Tage ihres Lebens getrübt. „Ich wusste, dass mein Chef mich küsste, und so etwas sollte in keinem sozialen oder beruflichen Umfeld passieren“, sagte sie vor Gericht.

Der Fall löste weltweite Empörung aus und überschattete Spaniens historischen Sieg bei der Weltmeisterschaft. Er lenkte die Aufmerksamkeit weithin auf Fragen der Zustimmung und der Machtdynamik im Profisport.