Die lokale Regierung kritisiert mangelnde Kommunikation vor der Kiewer Erklärung

Die lokale Regierung von Torrevieja hat ihre Frustration und Enttäuschung zum Ausdruck gebracht, nachdem der spanische Premierminister Pedro Sánchez ohne vorherige Konsultation angekündigt hatte, dass die Stadt das „Haus der Ukraine“ beherbergen werde, ein neues Zentrum zur Unterstützung vertriebener Ukrainer in Spanien.

Die Ankündigung erfolgte während eines internationalen Gipfeltreffens in Kiew anlässlich des dritten Jahrestages der russischen Invasion in der Ukraine, bei dem Sánchez die Unterstützung Spaniens für das vom Krieg zerrüttete Land bekräftigte.

EINE STADT, DIE IHRE UKRAINISCHE GEMEINDE BEREITS UNTERSTÜTZT

Torrevieja, Heimat der größten ukrainischen Auswanderergemeinschaft Spaniens, beherbergt bereits ein Aufnahme-, Hilfs- und Überweisungszentrum für vertriebene Ukrainer (Creade), eines von vier derartigen Zentren, die das Migrationsministerium im ganzen Land eingerichtet hat.

Darüber hinaus besteht seit Jahren ein ukrainisches Gemeindezentrum, das von der Vereinigung der Ukrainer von Torrevieja verwaltet wird und ausschließlich mit Unterstützung der Stadt betrieben wird. Es bietet Dienstleistungen wie Bildungshilfe, Registrierung der Krankenversicherungskarte und Einwanderungsberatung an.

Die von der Partido Popular geführte Stadtregierung kritisierte die Zentralregierung für eine weitere wichtige Ankündigung, ohne die lokalen Behörden zu konsultieren. Sie erklärte, sie hätte informiert werden müssen, bevor die Entscheidung in Kiew öffentlich gemacht wurde.

„Wieder einmal macht die spanische Regierung eine Ankündigung, die unsere Stadt direkt betrifft, ohne vorher die lokale Verwaltung zu informieren“, sagte der Stadtrat in einer offiziellen Erklärung.

Bedenken hinsichtlich Entlassungen und mangelnder klarer Planung

Vertreter von Torrevieja wiesen darauf hin, dass es keine klare Erklärung dazu gebe, wie sich das neue „Haus der Ukraine“ von bestehenden Unterstützungsstrukturen unterscheiden werde oder ob es Überschneidungen mit aktuellen Initiativen geben werde.

„Alles, was unser bestehendes Unterstützungssystem unterstützt und verbessert, ist willkommen“, heißt es in der Erklärung weiter. „Es ist jedoch bedauerlich, dass in einer solchen Ankündigung keine Details dazu enthalten sind, welche spezifischen Bedürfnisse dieses neue Zentrum erfüllen soll.“

Derzeit wartet der Stadtrat auf weitere Klarstellungen der spanischen Regierung, bevor er eine formelle Bewertung der Initiative vornehmen kann.