Der örtliche Polizeikommissar von Torrevieja, Vicente Gutiérrez, hat Berufung gegen die Ernennung von Alejandro Morer zum Generaldirektor der örtlichen Polizei eingelegt.

Gutiérrez argumentiert, dass Morers direkte Ernennung durch Bürgermeister Eduardo Dolón (PP) ohne formelles Auswahlverfahren oder öffentliche Ausschreibung illegal sei.

Bis zum 31. Januar war Morer stellvertretender Polizeichef, seine neue Rolle stellt ihn jedoch über den Commissioner und dient als Bindeglied zwischen der politischen und beruflichen Führung.

In der Berufung wird behauptet, dass Morers Ernennung ohne einen offenen Wettbewerb erfolgt sei, was einen Verstoß gegen gesetzliche Einstellungsgrundsätze darstellt, und dass sie erst nach der Zustimmung des Verwaltungsrats über die Medien bekannt gegeben wurde.

Gutiérrez wendet sich insbesondere gegen Artikel 34 der neuen kommunalen Organverordnung, der es einem Beamten der Untergruppe A2 – wie Morer – erlaubt, ausnahmsweise eine Position zu übernehmen, die normalerweise Beamten der A1-Gruppe vorbehalten ist, wenn er Kompetenz und Erfahrung nachweist.

Gutiérrez argumentiert, dies verstoße gegen das Prinzip der normativen Hierarchie, da das nationale Recht solche Positionen nur Beamten der Stufe A1 und Nichtbeamten zulasse. Durch die Einbeziehung von Beamten der Stufe A2 widersprächen die Regelungen Torreviejas übergeordneter Gesetzgebung und führten zu dem, was Gutiérrez als Rechtsbetrug bezeichnet.

Er behauptet, die Regel sei speziell dazu gedacht gewesen, Morers direkte Ernennung zu rechtfertigen und stelle einen Machtmissbrauch dar.

Die Berufung bemängelt auch den Mangel an Transparenz und führt an, dass das Ernennungsverfahren gegen die verfassungsmäßigen Grundsätze der Gleichheit, der Leistung und der Eignung verstoßen habe, da es ohne öffentliche Bekanntmachung oder Wettbewerb erfolgt sei. Die Stadtverwaltung von Torrevieja argumentiert jedoch, die Stelle sei neu geschaffen und unbesetzt, was die direkte Ernennung rechtfertige.

Der für Sicherheit zuständige Stadtrat Federico Alarcón bestätigte die Berufung, wies sie jedoch zurück und erklärte, dass dasselbe Rechtsteam, das die Ernennung genehmigt hatte, die Anfechtung wahrscheinlich zurückweisen würde.

Er gab außerdem bekannt, dass Gutiérrez die Stelle zweimal angeboten worden sei, bevor sie an Morer ging. Die Regierung argumentiert weiter, Gutiérrez habe die Regelung bei ihrer ersten Veröffentlichung im September 2024 nicht angefochten.