• Bisher wurden zehn Personen identifiziert, die unter harten Bedingungen und ohne angemessene Schutzausrüstung arbeiteten und weniger als den gesetzlich festgelegten Lohn verdienten.
  • Der Arbeitgeber, die Person, die sie zur Farm transportierte, und der Anwerber wurden wegen Verletzung der Arbeitnehmerrechte festgenommen.
  • Die Guardia Civil hat einen Lieferwagen und umfangreiche Unterlagen im Zusammenhang mit den untersuchten illegalen Aktivitäten beschlagnahmt.

Murcia, 8. April 2025. Die Guardia Civil der Region Murcia hat in Zusammenarbeit mit der Arbeitsaufsichtsbehörde der Region Murcia im Gebiet Campo de Cartagena die Operation „Jorke“ durchgeführt. Dabei wurde festgestellt, dass zehn Ausländer ohne Arbeitsvertrag auf einem landwirtschaftlichen Betrieb arbeiteten. Drei Personen wurden daraufhin wegen Verstößen gegen Arbeitnehmerrechte festgenommen.

Im Rahmen ihrer Bemühungen, die Ausbeutung der Arbeitskraft zu verhindern und zu bekämpfen, führte die Guardia Civil in Abstimmung mit der Arbeitsaufsichtsbehörde der Region Murcia Inspektionen auf landwirtschaftlichen Betrieben in der Gemeinde Cartagena durch.

Bei einem dieser Einsätze entdeckten die Beamten zehn Personen, die die Polizei bemerkten und zu fliehen versuchten. Nach der Identifizierung stellte sich heraus, dass es sich um Ausländer ohne Arbeits- oder Aufenthaltserlaubnis handelte.

Es kam der Verdacht auf, dass hier möglicherweise ein Verstoß gegen die Arbeitnehmerrechte begangen wurde, und die Beamten befragten die Arbeiter mit Hilfe eines Dolmetschers, da die meisten von ihnen nur wenig Spanisch sprachen.

Die Ermittlungen ergaben, dass sie Opfer eines mutmaßlichen kriminellen Netzwerks waren, an dem drei Personen beteiligt waren: der Anwerber, die Person, die sie zu den Farmen transportierte, und der Arbeitgeber, ein Einwohner von Cartagena.

Die beiden in Lorca ansässigen Personen hatten die prekäre Lage der Arbeiter ausgenutzt und ihnen Löhne angeboten, die weit unter den üblichen Löhnen im Agrarsektor lagen.

Die Untersuchung ergab, dass die Arbeiter nicht nur ohne Verträge arbeiteten, sondern auch schlechten Bedingungen ausgesetzt waren und es ihnen an der notwendigen Schutzausrüstung mangelte.

Im Zuge der Operation „Jorke“ wurden drei Personen wegen Verletzung der Arbeitnehmerrechte festgenommen, der Transporter, mit dem die Arbeiter transportiert wurden, wurde beschlagnahmt und wichtige Unterlagen im Zusammenhang mit der laufenden Untersuchung konfisziert.

Den zehn Arbeitnehmern wurde Hilfe zuteil und sie wurden über ihre Rechte als Opfer einer Straftat in Spanien informiert.

Die Ermittlungen dauern an.