Nach seiner Rückkehr nach einem Vaterschaftsurlaub ist Gonzalo Montoya, Vox-Stadtrat in Orihuela, offiziell von seiner Position als Leiter der Kulturabteilung zurückgetreten.
Bürgermeister Pepe Vegara genehmigte die Entscheidung am Mittwoch per Dekret und übergab das Ressort an seine Vox-Ratskollegin Anabel García, die die Rolle während Montoyas Abwesenheit vorübergehend übernommen hatte.
Montoya wird weiterhin für den Bereich Tourismus zuständig sein, der kurzzeitig von Vox-Stadtrat Manuel Mestre an der Spitze der Costa-Partei stand, der nun erweiterte Zuständigkeiten beantragt hat.
Montoyas Rücktritt vom Kulturamt folgt auf eine Reihe von Kontroversen seit seinem Amtsantritt nach den Kommunalwahlen 2023. Vor allem sorgte er für heftige Kritik, weil er Bilder mit republikanischer Symbolik vom Rincón Hernandiano entfernte, darunter Hommagen an den Dichter Miguel Hernández.
Die Aktion löste in der Opposition Unterstützung für ihre Wiedereinsetzung aus; lediglich Vox stimmte dagegen und die PP enthielt sich.
Der Vorfall folgte auf andere umstrittene Maßnahmen, wie beispielsweise die Streichung der Mittel für die Miguel Hernández Kulturstiftung Ende 2023, eine Entscheidung, die später rückgängig gemacht wurde. Bürgermeister Vegara distanzierte sich von beiden Maßnahmen, was die internen Spannungen weiter verdeutlichte.
Auch in der Kulturabteilung kam es zu Turbulenzen, als der von Vox ernannte Geschäftsführer von Orihuela Cultural aufgrund von Vorwürfen der Misswirtschaft und des politischen Drucks zurücktrat.
Montoyas Rücktritt fällt mit wachsenden Spannungen innerhalb der Regierungskoalition zusammen, insbesondere über die harten Positionen von Vox. Zu den jüngsten Auseinandersetzungen zählen ein Vorschlag zur Ausweisung illegaler Migranten, der Widerstand gegen Anträge zur Gleichstellung der Geschlechter und eine umstrittene Abstimmung, bei der PSOE und Vox gemeinsam die Kirchenzuschüsse erhöhten – während sich die PP enthielt, was Kritik von beiden Seiten hervorrief.
Montoya wird den bevorstehenden San Isidro Murals (9.–11. Mai) nicht beiwohnen und somit bei einem der wichtigsten kulturellen Ereignisse der Stadt fehlen.
Sein Rücktritt scheint die zunehmenden Spannungen zwischen Vox und ihren konservativen Koalitionspartnern zu unterstreichen.












