• Um an öffentliche Gelder zur Förderung von Festanstellungen zu gelangen, haben die Verdächtigen fingierte Arbeitsverträge erstellt, die jedoch nicht aufrechterhalten wurden.
  • Öffentliche Subventionen, die ursprünglich von der Generalitat Valenciana finanziert wurden, wurden für persönliche Ausgaben und den Kauf von Luxusfahrzeugen verwendet.

May 8, 2025 – Die Guardia Civil hat im Rahmen der Operation „Uncover“ ein Unternehmensnetzwerk zerschlagen, das beschuldigt wird, mehr als eine Million Euro an öffentlichen Arbeitsförderungen, die von der Generalitat Valenciana und dem Europäischen Sozialfonds kofinanziert wurden, veruntreut zu haben. Bisher wurden vier Personen festgenommen, gegen zwei weitere wird ermittelt.

Der Fall begann nach einer Beschwerde von LABORA, dem valencianischen Beschäftigungs- und Ausbildungsdienst, bei der Antikorruptionsstaatsanwaltschaft. Darin wurde auf mögliche Unregelmäßigkeiten bei der Gewährung öffentlicher Beihilfen an elf in Elche ansässige Unternehmen hingewiesen.

Strukturierter Betrug durch Scheineinstellungen

Die untersuchten Unternehmen beantragten Fördermittel zur Förderung der Festanstellung qualifizierter junger Menschen und Menschen in prekären Lebenssituationen. Zwar wurden die Arbeitsverträge zunächst formalisiert, doch entsprachen sie in den meisten Fällen nicht den gesetzlichen Anforderungen. Viele Beschäftigte wurden kurz darauf entlassen, kündigten freiwillig oder stellten den Betrieb ein.

Fast ein Jahr lang verfolgte das Team für Stadt- und Wirtschaftskriminalität der Kriminalpolizei der Guardia Civil in Alicante die Geldflüsse und stellte fest, dass ein erheblicher Teil für private Ausgaben und Kontoüberweisungen der Beteiligten verwendet wurde. Ein Teil des Geldes wurde für den Kauf hochwertiger Fahrzeuge und für Zwecke verwendet, die nichts mit der beabsichtigten Verwendung der Subventionen zu tun hatten.

Razzien in Wohnungen und Büros

Im April durchsuchten die Behörden eine Privatwohnung in Elche – vermutlich das Zuhause des Anführers der Gruppe – sowie bewirtschaftete Büroräume im örtlichen Technologiepark. Dabei beschlagnahmten sie über 9,000 Euro Bargeld, ein Luxusauto und verschiedene relevante Dokumente. Zudem wurden Bankkonten und Vermögenswerte eingefroren.

Die vier Festgenommenen wurden vor Gericht gestellt und später unter Auflagen freigelassen, zu denen auch Beschränkungen für den mutmaßlichen Anführer gehörten.

Gegen alle Beteiligten wird Anklage wegen Subventionsbetrugs, Betrugs, Mitgliedschaft in einer kriminellen Vereinigung, Justizbehinderung und Geldwäsche erhoben.

Institutionelle Zusammenarbeit bei der Betrugsbekämpfung

Die Untersuchung wurde unter der Leitung der Staatsanwaltschaft für Korruptionsbekämpfung und organisierte Kriminalität in Alicante in Zusammenarbeit mit LABORA durchgeführt.