Da nach und nach weitere Einzelheiten bekannt werden, steht nun fest, dass der Fahrer des Lastwagens, der am Freitagmorgen im AP-7-Tunnel bei Kilometer 272 in der Nähe von Pilar de la Horadada umkippte und in Flammen aufging, ein 55-jähriger Mann aus einem Dorf in der Nähe von Valencia war.

Nun soll das Fahrzeug mit dem Transport von Stahlrohren in Richtung Cartagena unterwegs gewesen sein, als der Fahrer die Kontrolle über das Fahrzeug verlor, nachdem bei der Durchfahrt durch den Tunnel ein Reifen des Lastwagens geplatzt war.

Der Lkw kippte auf die Fahrerseite und klemmte den Fahrer im Führerhaus ein. Er starb noch am Unfallort, als das Fahrzeug Feuer fing. Der Treibstoff des Lkws und die Enge des Tunnels verstärkten das Feuer noch weiter. Es entstanden große Flammen und dichter Rauch, der das gesamte Gebäude ausfüllte.

Ein weiterer Lkw befand sich zu diesem Zeitpunkt ebenfalls im Tunnel, wurde jedoch nicht vom Feuer betroffen. Seinem Fahrer gelang es, das Feuer sicher zu verlassen.

Feuerwehren aus Torrevieja, Almoradí, Orihuela und Elche wurden vor Ort eingesetzt, um den Tunnel zu sichern und zu evakuieren. Es wurden keine weiteren Opfer gemeldet. Auf der Strecke Alicante-Cartagena kam es infolgedessen zu erheblichen Staus.

Die Rettungsdienste erhielten den Alarm um 9:56 Uhr und um 11:01 Uhr war der Brand unter Kontrolle und um 11:57 Uhr vollständig gelöscht. Das Notfallkoordinationszentrum entsandte sowohl eine Einheit zur erweiterten Lebenserhaltung als auch eine Einheit zur Basisunterstützung zum Brandort.

Feuerwehrleute aus der ganzen Provinz bekämpfen den Brand vom Freitag

Der Unfall ereignete sich zeitgleich mit laufenden Arbeiten des Verkehrsministeriums zur Modernisierung der Tunnelbeleuchtung. Zeugen bestätigten, dass sich zum Unfallzeitpunkt keine Arbeiter im Tunnel befanden.

Der 800 Meter lange Tunnel bewältigt täglich rund 19,000 Fahrzeuge. Obwohl er nicht besonders gefährlich ist, kam es in den letzten Jahren zu mehreren Zwischenfällen. Im Januar letzten Jahres geriet an derselben Stelle ein Lieferwagen in Brand, woraufhin die Behörden den Tunnel schließen mussten. Im Jahr 2023 starben zwei Menschen bei einer Kollision zwischen einem Lieferwagen und einem Auto, das fast zwei Kilometer in die falsche Richtung fuhr.

Ministerium verzögert AP-7-Tunnelarbeiten nach tödlichem Unfall

Aufgrund des tödlichen Unfalls hat das Verkehrsministerium die für Montag geplanten Bauarbeiten im AP-7-Tunnel verschoben.

Nur wenige Stunden nach dem Unfall widerrief das Ministerium seine frühere Ankündigung, die Nordspur des Tunnels von Montag bis zum 25. Mai zu sperren. Die Entscheidung wurde aus Vorsicht nach dem tödlichen Unfall getroffen.

Das Verbesserungsprojekt, das auf eine Steigerung der Energieeffizienz durch intelligente Beleuchtungssysteme abzielt, wird zwischen Kilometer 770 und 774 der Autobahn AP-7 auf dem Abschnitt Crevillent–Cartagena durchgeführt.

Das aktuelle Infrastrukturprojekt mit einem Budget von 3.5 Millionen Euro zielt auf die Modernisierung der Beleuchtungs- und Sicherheitssysteme des Tunnels ab. Zu den Modernisierungen gehören eine verbesserte Stromversorgung, Notbeleuchtung, Evakuierungsbeschilderung, Notrufstationen, Lautsprecheranlagen, Hydrantennetze, Belüftung, automatische Brandmeldekameras, Verkehrszähler und Tunnelschranken.

Die Rettungskräfte arbeiteten nach dem Unfall noch mehrere Stunden daran, den ausgebrannten Lastwagen zu bergen, was zu Verkehrsverzögerungen auf der N-332 führte – der alternativen kostenlosen Route, die in diesem Gebiet parallel zur AP-7 verläuft.