Spanische Polizei zerschlägt kriminelle Bande hinter 110 Wohnungseinbrüchen

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Während der letzten Phase der „Operation HUMBERT“ führten Beamte vier Durchsuchungen in Alicante durch und stellten dabei 1,100 Euro Bargeld, 33 Luxusuhren, 29 Schmuckstücke, hochwertige Elektronik und Designerhandtaschen sicher.
Während der letzten Phase der „Operation HUMBERT“ führten Beamte vier Durchsuchungen in Alicante durch und stellten dabei 1,100 Euro Bargeld, 33 Luxusuhren, 29 Schmuckstücke, hochwertige Elektronik und Designerhandtaschen sicher.

Albacete, Spanien – 12. Mai 2025
Die Guardia Civil hat sieben Mitglieder einer kriminellen Organisation festgenommen. Ihnen wird vorgeworfen, mindestens 110 Wohnungseinbrüche in den Provinzen Albacete, Alicante, Murcia und Valencia verübt zu haben. Die Verdächtigen, überwiegend kolumbianische Staatsbürger im Alter zwischen 19 und 42 Jahren, nutzten die sogenannte „Bumping“-Technik, um in Häuser einzubrechen und Wertgegenstände im geschätzten Wert von 93,000 Euro zu stehlen.

Die Festnahmen waren das Ergebnis einer monatelangen Untersuchung, die im Juli 2024 eingeleitet wurde, nachdem es in den Städten Almansa und Caudete zu einem Anstieg der Wohnungseinbrüche gekommen war. Die Gruppe hatte es auf unbewohnte Häuser abgesehen, oft auf Immobilien älterer Bewohner. Mit Schlagschlüsseln und raffinierten Werkzeugen verschafften sie sich Zutritt, ohne sichtbare Spuren eines gewaltsamen Eindringens zu hinterlassen. In einigen Fällen, wenn die Sicherheitsvorkehrungen verstärkt waren, brachen sie die Schlösser gewaltsam auf.

Die Behörden berichten, dass die Bande hoch organisiert war. Der Anführer, ein erfahrener Schlosser, bestimmte die Zielhäuser und koordinierte die Operation mit Hilfe eines Stellvertreters. Andere Mitglieder waren für das Sammeln von Informationen, das Fahren, das Aufpassen oder das Ausfindigmachen leerstehender Häuser zuständig.

Laut Polizei war die Bande in rasender Geschwindigkeit unterwegs – manchmal verübten sie mehrere Einbrüche an einem Tag – und kehrten sogar mehrmals zurück, um dasselbe Haus auszurauben. Von ihrem Stützpunkt in Alicante aus reisten sie in verschiedene Städte der vier Provinzen, darunter San Vicente del Raspeig, Villena, Elda, Gandía, Cieza und Murcia.

In der letzten Phase der „Operation HUMBERT“ führten Beamte vier Durchsuchungen in Alicante durch und stellten dabei 1,100 Euro Bargeld, 33 Luxusuhren, 29 Schmuckstücke, hochwertige Elektronik und Designerhandtaschen sicher. Ein Teil der gestohlenen Waren wurde umgehend an Goldhändler und Secondhand-Läden verkauft. In einem Geschäft stellte die Polizei mehrere Goldschmuckstücke und eine Uhr sicher; andere Gegenstände waren jedoch aufgrund der gesetzlichen Aufbewahrungsfrist für Secondhand-Waren bereits eingeschmolzen worden.

Alle sieben Verdächtigen wurden in Untersuchungshaft genommen und wegen schweren Einbruchs und Mitgliedschaft in einer kriminellen Vereinigung angeklagt. An den Ermittlungen waren mehrere Strafverfolgungsbehörden beteiligt, darunter die örtliche Polizei und nationale Behörden aus Albacete und Alicante.

Die Behörden haben Fotos der sichergestellten Gegenstände auf der Website der Guardia Civil veröffentlicht und fordern potenzielle Opfer dringend auf, die Auflistungen zu überprüfen:
Efectos recuperados – operación HUMBERT