• Der Festgenommene steht im Verdacht, schwere Fahrlässigkeit mit Personenschaden, rücksichtsloses Fahren und Fahrerflucht begangen zu haben.
  • Die Ermittler stellten fest, dass der Fahrer vor dem Zusammenstoß mit dem Rollerfahrer rücksichtslos gefahren war.

Murcia, 14. Mai 2025 – Die Guardia Civil der Region Murcia hat die Ermittlungen zu einem Verkehrsunfall auf der N-301 in der Gemeinde Murcia abgeschlossen. Dies führte zur Identifizierung, Ortung und Festnahme eines Fahrers. Ihm werden zwei Verkehrsdelikte vorgeworfen: rücksichtsloses Fahren und Fahrerflucht sowie schwere Körperverletzung durch Fahrlässigkeit.

Der Vorfall ereignete sich am 28. März frühmorgens am Kreisverkehr Isla Grossa auf der N-301, als ein von der Autobahn A-30 kommendes Fahrzeug in den Kreisverkehr einfuhr und mit einem auf der mittleren Spur fahrenden Motorroller kollidierte. Der Rollerfahrer wurde schwer verletzt und blieb mitten auf der Straße liegen.

Kurz darauf traf ein Krankenwagen ein, um sich um den verletzten Motorradfahrer zu kümmern, während der für den Unfall verantwortliche Fahrer schnell vom Unfallort flüchtete, ohne irgendwelche Informationen zu hinterlassen oder auf das Eintreffen einer Patrouille der Guardia Civil für die notwendigen Maßnahmen, darunter Alkohol- und Drogentests, zu warten.

Da keine Informationen verfügbar waren und der verletzte Fahrer den Fahrer nicht gesehen hatte, aktivierte der Verkehrssektor seine Verkehrssicherheitsuntersuchungseinheit (UNIS) in Murcia, um den Vorfall zu untersuchen.

Im Rahmen einer detaillierten Untersuchung befragte das UNIS-Team Zeugen, führte Fahrzeug- und Personenkontrollen in der Umgebung durch und überprüfte Aufnahmen von Überwachungskameras. Dank dieser gründlichen Analyse konnten sie die Zahl der möglichen Unfallverursacher eingrenzen.

Im Zuge der Ermittlungen konnte die Guardia Civil das beteiligte Fahrzeug identifizieren und feststellen, dass der Fahrer vor dem Zusammenstoß rücksichtslos gefahren war, Fahrzeuge abrupt überholt hatte und plötzlich und unvorsichtig in den Kreisverkehr eingefahren war, wodurch der Rollerfahrer überrascht wurde.

Nachdem alle Beweise zusammengetragen und der Fahrer, der zum Fuhrpark eines Unternehmens gehörte, identifiziert worden war, konnte die Guardia Civil den Verdächtigen ausfindig machen und festnehmen. Ihm wurden drei Straftaten vorgeworfen: zwei Verkehrsdelikte (rücksichtsloses Fahren und Fahrerflucht) und ein Fall von fahrlässiger Verursachung schwerer Personenschäden.

Der Straftatbestand des Verlassens des Unfallorts wurde im März 2019 in das spanische Strafgesetzbuch aufgenommen. Er ergänzt das Gesetz zur Unterlassung der Sorgfaltspflicht und soll sicherstellen, dass sich die verantwortliche Person nicht der Justiz entziehen kann, selbst wenn sich Zeugen oder andere Personen um die verletzte Person kümmern.