Die drei Kandidaten um den PSOE-Vorsitz in der Region Vega Baja befinden sich in letzten Verhandlungen, um vor dem für dieses Wochenende angesetzten Regionalkongress eine Einigung zu erzielen. Ohne eine Einigung wird die Partei mit einer ersten Runde von Vorwahlen fortfahren. Alle drei Kandidaten bekunden öffentlich den Wunsch nach Einheit, doch während die Verhandlungen andauern, betreiben sie in ihren lokalen Parteiverbänden aktiven Wahlkampf.
Die Anwärter sind:
- Joaquín Hernández, derzeitiger Regionalsekretär und Bürgermeister von Dolores, der am 4. Mai die meisten Unterstützungsstimmen erhielt.
- Carolina Gracia, ehemaliger Bürgermeister von Orihuela und derzeitiger Sprecher der örtlichen sozialistischen Gruppe.
- Fran Maciá, ehemaliger Bürgermeister und jetzt Oppositionsführer in Callosa de Segura.
Obwohl eine Einigung etwas wahrscheinlicher erscheint als in den letzten Tagen, herrscht nach wie vor eine 50:50-Situation. Die Gespräche gehen weiter, doch die Meinungsverschiedenheiten bleiben bestehen. Einige Parteimitglieder zeigen sich vorsichtig optimistisch und verweisen auf den verbesserten Dialog zwischen den Kandidaten.
Hernández hat wiederholt erklärt, sein Ziel sei eine „inklusive Einigung“ und argumentiert, dass die breite Unterstützung durch die Wahlempfehlungen seine weitere Führung legitimiere. Kritiker – insbesondere aus Maciás Lager – warnen jedoch, dass Wahlempfehlungen nicht immer in Wählerstimmen münden, da sie öffentlich und manchmal symbolisch seien. Maciás Team betont die Notwendigkeit einer einheitlichen Kandidatur, um die Partei vor den Wahlen 2027 zu stärken.
Die Provinzführung der PSOE drängte bei ähnlichen Kongressen in Alicante, darunter in L'Alacantí und La Muntanya, auf Einigungsabkommen. Vega Baja ist jedoch seit langem ein Brennpunkt interner Konflikte. Sie war die einzige Region der Provinz, in der im Wahlkampf 2022 Vorwahlen stattfanden, und könnte auch in diesem Jahr die einzige sein, falls keine Einigung erzielt wird.
Alte Rivalitäten prägen den Wahlkampf weiterhin. Gracia wird von manchen als Verbündeter des ehemaligen Regionalführers Ximo Puig gesehen, der Hernández' Rivalen bei der Wahl 2022 unterstützte. Maciá, ehemaliger Organisationssekretär von Hernández, spaltete sich ab und stellte eine eigene Kandidatur auf, da es an echter Integration mangele.
Wenige Tage vor der Wahl ist der Weg zu einem Konsens weiterhin ungewiss. Zwar betonen die Kandidaten öffentlich die Einheit, doch eine verbindliche Einigung steht bislang aus.












