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Guardia Civil findet gelöschte Nachrichten, die beide mit dem Tatort in Verbindung bringen
Der Mord an der 15-jährigen Chloe im letzten Jahr in Orihuela Costa entwickelt sich weiter als ein Fall, in den zwei jugendliche Verdächtige, ihr Ex-Freund und ein weiterer Minderjähriger werden beide beschuldigt, an dem brutalen Mord beteiligt gewesen zu sein.
Am Donnerstag gestand Chloes Ex-Freund seine Beteiligung bei einem dreistündigen Auftritt vor der Jugendstaatsanwaltschaft. Am Freitag soll der zweite Verdächtige aussagen.
Obwohl der Ex-Freund zunächst versuchte, seine Rolle herunterzuspielen, haben die Ermittler überwältigende Beweise gesammelt, die beide Verdächtigen zum Verbrechen. Zu den wichtigsten Beweisstücken gehören wiederhergestellte Nachrichten In der Mordnacht tauschten die beiden Teenager Nachrichten aus, in denen sie offen über das Geschehene sprachen.
Ein gemeinsamer Angriff: Beweise deuten auf gemeinsame Verantwortung hin
Chloe wurde am 24. November 2024, dem Vorabend des Internationalen Tages gegen Gewalt gegen Frauen, ermordet. Den Ermittlungen zufolge hielt einer der Verdächtigen sie fest, während der andere ihr in einer engen Gasse zwischen der Calle Mercury und der Calle Venus die Kehle durchschnitt. Trotz ihrer Verletzungen gelang es Chloe, zum nahegelegenen Haus ihres Bruders zu fliehen, wo sie zusammenbrach und ins Krankenhaus von Torrevieja gebracht wurde. Sie starb kurz nach ihrer Ankunft.
Zunächst wurde nur Chloes Ex-Freund verhaftet. Einige Zeit später ergaben die Ermittlungen jedoch die Anwesenheit eines zweiter Teenager am Tatort. Dieser zweite Verdächtige, ebenfalls 17, wurde im März festgenommen. Seine Beteiligung wurde klar, nachdem sein Ex-Freund ihn unter dem Druck zunehmender Beweise direkt belastete.
Digitale Fußabdrücke enthüllen die Wahrheit
Die Ermittler stellten gelöschte Nachrichten von den Handys beider Verdächtigen wieder her. Diese führten sie zum Tatort und enthüllten ihre Versuche, das Verbrechen zu vertuschen. Die Jugendlichen nutzten eine Nachrichtenfunktion, die gelesene Texte löscht, doch die Guardia Civil konnte die Konversationen wiederherstellen. In den Nachrichten sprachen sie über Chloes Zustand nach dem Angriff und äußerten ihre Sorge, dass sie überlebt haben könnte.
Geolokalisierungsdaten bestätigen außerdem, dass sich beide zum Zeitpunkt des Verbrechens in der Gasse befanden.
Widersprüchliche Aussagen der beiden Verdächtigen
Während Chloes Ex-Freund in seiner Aussage seine Beteiligung zugab, schob er einen Großteil der Schuld weiterhin auf den zweiten Verdächtigen. Er behauptete, dieser sei gezwungen worden und das Motiv sei mit angeblichen Drogenschulden verbunden gewesen. Die Familie des Opfers weist diese Theorie jedoch entschieden zurück.
Der zweite Teenager hat bisher lediglich Fragen seines Verteidigers beantwortet. Er gab zwar zu, anwesend gewesen zu sein, bestreitet aber, an dem Mord beteiligt gewesen zu sein. Sein offizielles Erscheinen vor der Staatsanwaltschaft am Freitag könnte einen Wendepunkt im Fall markieren, da die Behörden nun versuchen, seine genaue Rolle zu klären.
Ein Verbrechen der geschlechtsspezifischen Gewalt, nicht der Drogen
Chloes Familie und ihr Anwaltsteam weisen die Behauptung zurück, ihr Tod habe mit Drogen zu tun. Sie behaupten, der Mord sei ein Fall von geschlechtsspezifische Gewalt, begangen von einem ehemaligen Partner, der das Ende der Beziehung nicht akzeptieren konnte.
Juan Carlos Fuentes, der Anwalt von Chloes Familie, sagte: „Hier geht es nicht um Drogen oder Banden. Dies war der Racheakt eines jungen Mannes, der mit Zurückweisung nicht umgehen konnte.“
Beide Verdächtigen haben versucht, die Verantwortung von sich zu weisen und sich gegenseitig die Schuld zu geben, doch die Behörden sammeln weiterhin überzeugende Beweise, die beide Teenager bei der Planung und Durchführung des Angriffs.
Weitere Missbrauchsvorwürfe könnten auftauchen
Auch Nachrichten auf dem Handy des Ex-Freundes deuten auf mögliche frühere Fälle von Missbrauch hin. Die Ermittler könnten den Fall auf frühere Fälle von Misshandlung ausweiten, sofern weitere Aussagen von Menschen aus Chloes Umfeld vorliegen.
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