Die südliche Fahrbahn des AP-7-Tunnels in Pilar de la Horadada bleibt nach dem schweren Lkw-Unfall und dem anschließenden Brand, der erhebliche Schäden an der Infrastruktur verursachte, mindestens zwei Monate lang gesperrt.
Der Unfall ereignete sich vor zwei Wochen bei Kilometer 272, als ein 55-jähriger Fahrer aus Valencia vermutlich aufgrund eines Reifenplatzers die Kontrolle über einen mit Stahlrohren beladenen Lkw verlor. Der Lkw überschlug sich und geriet in Brand. Der Fahrer wurde eingeklemmt und starb noch an der Unfallstelle. Der Brand wurde durch den Kraftstoff des Fahrzeugs und die Tunnelumgebung verstärkt, was zu stärkerer Rauchentwicklung und Sachschäden führte.
Das Feuer erfasste auch einen weiteren Lkw im Tunnel, dessen Fahrer jedoch unverletzt blieb. Rettungskräfte aus Torrevieja, Almoradí, Orihuela und Elche arbeiten daran, den Tunnel sicher zu evakuieren und weitere Opfer zu verhindern. Die Schäden an der Tunnelinfrastruktur wurden jedoch als erheblich eingestuft.
Beleuchtung, Kommunikationsleitungen, Lüftungsventilatoren, Brandschutzsysteme, Videoüberwachungsnetz und verschiedene Sicherheitselemente wurden beschädigt. Die Reparaturarbeiten konzentrieren sich derzeit auf die Reinigung des Innenraums mit Hochdruckwasser. Um die Reparaturarbeiten im Inneren zu erleichtern, wurde eine Außenbeleuchtung installiert.
Der Verkehr wurde über die N-332 umgeleitet, eine Parallelstraße, die etwa 4 km durch das Stadtgebiet von Pilar de la Horadada führt. Die Straße ist jedoch in beide Richtungen einspurig und weist mehrere Kreisverkehre auf. Dies führt zu erheblichen Verkehrsbehinderungen, die sich insbesondere mit Beginn der Hochsaison im Sommer voraussichtlich noch verstärken werden.
Das Ministerium für Verkehr und nachhaltige Mobilität hatte ursprünglich für den 25. Mai den Beginn der Sanierungsarbeiten in der Gegenrichtung (Cartagena-Alicante) des Tunnels geplant. Dieser Plan wurde jedoch nach dem Unfall rasch auf Eis gelegt.
Diese Arbeiten waren Teil eines 3,5 Millionen Euro teuren Projekts zur Modernisierung der Beleuchtungs- und Sicherheitssysteme, das aus Mitteln des EU-Fonds „Next Generation“ finanziert wurde. Die Durchführung erfolgte jedoch vom Ministerium und nicht vom privaten Konzessionär Ausur. Ausur verwaltet zwar diesen kostenlosen Abschnitt der AP-7 (zwischen Cartagena und Los Montesinos), ist aber auch für einige der teuersten Mautabschnitte in anderen Teilen Spaniens zuständig.
Zu den verzögerten Modernisierungsmaßnahmen gehören die Installation energieeffizienter LED-Beleuchtung mit intelligentem Steuerungssystem, die Modernisierung der Notbeschilderung, der Lautsprecheranlagen, des Hydrantennetzes und der Lüftungsanlagen sowie die Installation neuer Brandmeldekameras, Tunnelschranken und Verkehrsanzeigen. Diese Arbeiten wurden nun auf mindestens September verschoben, um eine Verschärfung der bestehenden Verkehrsbehinderungen zu vermeiden.
Der 800 Meter lange Tunnel, der seit 1999 in Betrieb ist und täglich von rund 19.000 Fahrzeugen genutzt wird, bleibt ein wichtiger Verkehrsader der Region. Die Sperrung, die hohe Sommersaison und die eingeschränkte Alternativroute werden voraussichtlich weiterhin zu erheblichen Verkehrsbehinderungen führen, bis die Reparaturen abgeschlossen sind und der Tunnel wieder sicher geöffnet werden kann.











