Die Verdächtigen gehören zur Familie eines Mordopfers, das vor fast einem Jahr bei einer Clan-Fehde getötet wurde
Alfafar (Valencia), 19. Mai 2025 Die Guardia Civil hat in Alfafar zwei Männer wegen des illegalen Besitzes mehrerer Schusswaffen, fast 350 Schuss Munition und verschiedener Stichwaffen, darunter Macheten und Katanas, festgenommen. Die Verdächtigen im Alter von 76 und 38 Jahren gehören derselben Familie an wie das Opfer eines Mordes, der sich am 25. Mai letzten Jahres in der Stadt ereignete.
Der Mord, der auf eine gewalttätige Auseinandersetzung zwischen zwei rivalisierenden Clans zurückzuführen war, führte im vergangenen Jahr zu anhaltenden Spannungen und wiederholten Konfrontationen. Der Täter sitzt derzeit im Gefängnis. Die Streitigkeiten zwischen den beiden Familien halten jedoch an, angeblich angeheizt durch einen ethnischen Brauch, der den Umzug der Familie des Mörders vorschreibt – besonders problematisch, da beide Familien nahe beieinander wohnen.
Bei einem Vorfall am 21. April kam es erneut zu Zusammenstößen zwischen den beiden Clans. Zeugenaussagen zufolge wurden möglicherweise Schüsse in die Luft abgegeben. Obwohl die örtliche Polizei die Auseinandersetzung zunächst auflöste, flammte sie kurz darauf mit zunehmender Gewalt und mehr Beteiligten erneut auf. Nach der Auseinandersetzung stellten die Beamten mehrere Stichwaffen, stumpfe Gegenstände, Munition und eine leere Patronenhülse sicher.
Als Reaktion auf die Drohungen eines der Clans durchsuchte die Guardia Civil das Haus von Angehörigen des Mordopfers. Dabei entdeckten die Beamten ein großes Waffenlager, darunter eine abgesägte Schrotflinte, drei Revolver, eine Schreckschusspistole und verschiedene Hieb- und Stichwaffen wie Macheten und japanische Schwerter. Eine der sichergestellten Schusswaffen soll bei den Auseinandersetzungen im April zum Einsatz gekommen sein.
Darüber hinaus wurden fast 350 Schuss Munition gefunden, die dem Kaliber der beschlagnahmten Waffen entsprachen, sowie Patronenhülsen, die darauf hindeuteten, dass zuvor Schüsse abgefeuert worden waren. Eine am Schauplatz der jüngsten Auseinandersetzung aufgefundene Patronenhülse wird derzeit untersucht, um festzustellen, ob sie zu einer der sichergestellten Schusswaffen passt.
Die beiden Festgenommenen sind spanische Staatsbürger und werden unter anderem wegen Drogenhandels, Drohung und illegalen Waffenbesitzes angeklagt. Der Fall wird derzeit vom Gericht erster Instanz und der Anweisung Nr. 5 von Catarroja behandelt.












