Die Sozialistische Fraktion in Orihuela hat einen Antrag für die kommende Plenarsitzung des Stadtrats angekündigt. Darin wird die Verlängerung der Schulspeisungszuschüsse für die Sommerferien vorgeschlagen. Ziel der Initiative ist es, Kindern aus sozial schwachen Familien auch nach dem Ende des Schuljahres und dem Ende der bestehenden Schulspeisungsunterstützung den Zugang zu Lebensmitteln zu sichern.
Sprecherin Carolina Gracia betonte, dass viele Familien in den Schulferien Schwierigkeiten hätten, da ihre Kinder keinen Zugang zu den subventionierten Mahlzeiten hätten, auf die sie während des gesamten Schuljahres angewiesen seien. Obwohl die Stadt ein Sommerschulprogramm und Unterstützung durch das Sozialamt anbiete, seien diese Maßnahmen nicht ausreichend, um den tatsächlichen Bedarf zu decken, sagte Gracia. Der Vorschlag sieht die Schaffung eines Kinderschutzfonds im Haushalt der Stadt, der eine spezielle Zuweisung zur Aufrechterhaltung der Essenshilfe während der Feiertage beinhalten würde.
Gracia verwies auf Daten des spanischen Nationalen Statistikinstituts und stellte fest, dass sich fast 7 % der Kinder unter 18 Jahren in Spanien keine ausreichende Proteinzufuhr leisten können. Angesichts steigender Lebensmittelpreise wird dieses Problem noch dringlicher, und Familien befürchten das Ende des Schuljahres aufgrund des Wegfalls der lebenswichtigen Nahrungsmittelversorgung.
Die PSOE fordert außerdem die Wiederbelebung von soziale Interventionsprogramme, darunter das Alondra-Projekt, das zuvor vom Verein Vega Baja Acoge betrieben wurde. Das Projekt unterstützte Minderjährige bei Schularbeiten und stellte Nahrungsmittelhilfe bereit. Gracia betonte, dass solche Programme echte Bedürfnisse ansprechen und nicht durch reine Freizeitaktivitäten ersetzt werden sollten.
Die Sozialisten hoffen, dass der Antrag auch von anderen politischen Gruppen unterstützt wird. Sie fordern die lokale Regierung auf, den Vorschlag nicht als Kritik, sondern als Schritt zu verstehen, Orihuela zu einem Vorreiter in der sozialen Unterstützung zu machen. Sie betonen, wie wichtig es sei, über Minimallösungen hinauszugehen und in nachhaltige, sinnvolle Unterstützung für Familien in Not zu investieren.













