Da Orihuela jedes Jahr mehr als 200 Tage lang unter sengender Sonne leidet, fordert die örtliche Sozialistische Partei (PSOE) dringendes Handeln. In einem mutigen neuen Vorschlag fordert sie einen „Plan de Sombra“ (Schattenplan), der den Anwohnern helfen soll, die hohen Sommertemperaturen – die oft bis zu 40 °C erreichen – zu überstehen, indem öffentliche Plätze in kühlere, sicherere Bereiche umgewandelt werden.

Der von PSOE-Stadträtin María García vorgestellte Plan sieht die Einrichtung von Schattenzonen, Bänken, öffentlichen Toiletten und Wasserspendern in der gesamten Stadt, den Küstengebieten und ländlichen Bezirken vor. „Unsere Parks, Plätze und Spielplätze werden während der heißesten Stunden zu Sperrgebieten“, sagte García, „insbesondere für Kinder und ältere Menschen. Es geht um die öffentliche Gesundheit und den Komfort.“

Laut der spanischen Wetteragentur AEMET hat Orihuela glühende 3,600 Sonnenstunden im Jahr. García warnt, dass diese extremen Bedingungen ohne ausreichenden Schatten gefährlich seien, insbesondere für gefährdete Gruppen. Regionale Gesundheitsexperten haben bereits Gesundheitswarnungen herausgegeben.

„Wir müssen unsere öffentlichen Räume dem Klima anpassen, in dem wir leben“, betonte García. „Zu viele Spielplätze verfügen noch immer nicht über jeglichen Sonnenschutz. Bei den jüngsten Renovierungen wurde die Hitze nicht einmal berücksichtigt. Das ist einfach nicht akzeptabel.“

Der Vorschlag sieht einen dreistufigen Aktionsplan vor. Zunächst soll eine technische Studie die heißesten und exponiertesten Bereiche ohne Stadtmobiliar identifizieren. Anschließend soll ein Beschattungsprogramm erstellt werden, das die besten Lösungen wie Pergolen, Segel, Planen, Bäume oder sogar provisorische Abdeckungen bewertet. Schließlich wird die Investition in Trinkbrunnen und öffentliche Toiletten in stark frequentierten Bereichen gefordert.

„Das ist keine abwegige Idee“, fügte García hinzu. „Andere Städte wie Elche, Barcelona, ​​Sevilla und Fuenlabrada tun dies bereits – mit nachweislichen Ergebnissen. Es ist an der Zeit, dass Orihuela ins 21. Jahrhundert einsteigt und echte Schritte zum Schutz seiner Bevölkerung unternimmt.“

Die PSOE hat den Antrag nun zur Debatte in der nächsten Ratssitzung vorgelegt und alle politischen Parteien aufgefordert, sich geschlossen für das Anliegen einzusetzen. „Es geht um Gesundheit, Würde und darum, Orihuela wieder lebenswert zu machen“, schloss García. „Wir können nicht länger wegsehen – es ist Zeit zu handeln.“