ALICANTE, Spanien – 10. Juni 2025 – Eine sorgfältige Untersuchung der Guardia Civil führte zur Festnahme zweier Männer, die für sage und schreibe 35 Wohnungseinbrüche in den Küstenregionen Alicante und Murcia verantwortlich sein sollen. Das Duo erbeutete schätzungsweise 200,000 Euro Bargeld, Schmuck, elektronische Geräte und andere Wertgegenstände.

Den Festgenommenen im Alter von 36 und 37 Jahren wird Wohnungsraub und zweifacher rücksichtsloser Fahrweise vorgeworfen. Sie waren auf gefährliche Verfolgungsjagden mit der Polizei gestoßen, bei denen sie sich der Festnahme entzogen. Ein Richter ordnete die vorläufige Inhaftierung beider Verdächtigen an.

Vorgehensweise: Die Küste im Visier

Die Ermittlungen unter der Leitung der Guardia Civil von Pilar de la Horadada begannen nach einem deutlichen Anstieg der Wohnungseinbrüche in der Region Orihuela Costa. Die Ermittler erkannten schnell ein einheitliches Muster der Verbrechen und vermuteten, dass dieselben Täter am Werk waren. Dies löste eine umfangreiche Informationsbeschaffung und -analyse aus verschiedenen Quellen aus.

Die Einbrüche ereigneten sich regelmäßig entlang der Küste von Alicante und in den umliegenden Gebieten, vor allem am späten Nachmittag und frühen Abend. Die Diebe hatten es auf bewohnte Häuser abgesehen und schlugen zu, wenn die Bewohner wahrscheinlich nicht da waren. Sie wählten oft Häuser in geschlossenen Wohnanlagen und verschafften sich Zutritt, indem sie die Umzäunung überkletterten oder sogar einen Schlüssel benutzten. In der Siedlung angekommen, brachen sie Türen oder Fenster auf oder kletterten durch offene Fenster in den oberen Stockwerken, um in die Häuser zu gelangen.

In den Wohnungen durchsuchten die Täter die Habseligkeiten nach Bargeld, Schmuck, Elektronik und anderen kleinen, wertvollen Gegenständen wie Parfüms und Uhren. Der Wert der gestohlenen Waren belief sich meist auf mehrere tausend Euro, wobei Bargeld und Schmuck den größten Teil der Beute ausmachten.

Für ihre Verbrechen reisten die beiden von Alicante aus die Küste entlang, mal Richtung Norden, mal Richtung Süden. Sie verübten an einem Tag mehrere Einbrüche in verschiedenen Städten und wagten sich sogar über die Provinz hinaus. Um nicht entdeckt zu werden, wechselten sie häufig die Fahrzeuge.

Gefährliche Fluchten und endgültige Gefangennahme

Im Laufe der Ermittlungen sammelten die Ermittler genügend Beweise, um sich auf die beiden Verdächtigen zu konzentrieren. Überwachung und Kontrollen in den betroffenen Gebieten wurden intensiviert. Zweimal versuchten Beamte der Guardia Civil von Pilar de la Horadada und der örtlichen Polizei von Orihuela Costa, das Fahrzeug der Verdächtigen anzuhalten. Beide flüchteten schnell und scheuten sich nicht, sowohl die verfolgenden Beamten als auch die allgemeine Verkehrssicherheit zu gefährden.

Nachdem sie schließlich ausfindig gemacht werden konnten, wurden die beiden Männer am 13. Mai in Alicante festgenommen.

Neben den zahlreichen Einbrüchen, die vor allem im April und Mai in Orihuela Costa, Rojales, San Juan, Jávea (Alicante) und Los Alcázares (Murcia) verübt wurden, werden ihnen zwei Anklagen wegen rücksichtslosen Fahrens im Zusammenhang mit ihren Fluchtversuchen vorgeworfen. Nach ihrer Vorführung vor dem Untersuchungsgericht Nr. 9 in Alicante wurden beide in Untersuchungshaft genommen. Die Festgenommenen sind bereits wegen ähnlicher Delikte vorbestraft.

Die Ermittlungen wurden vom Ermittlungsgebiet der Guardia Civil in Pilar de la Horadada geleitet, mit Unterstützung der Guardia Civil in San Juan und in Zusammenarbeit mit der örtlichen Polizei von Orihuela Costa. Diese umfassende Operation hat in den betroffenen Gemeinden wieder Ruhe eingekehrt.