Torrevieja positioniert sich weiterhin als Maßstab für Tourismusinnovation, nachdem es eine große Konferenz zur strategischen Datennutzung im Management intelligenter Tourismusdestinationen (DTI) ausgerichtet hat. Die Veranstaltung fand im CDT+i Tourism Center statt und brachte Experten aus Wissenschaft, Technologie und Tourismusmanagement zu einem dynamischen Vormittag mit Keynote-Vorträgen, Podiumsdiskussionen und innovativen Fallstudien zusammen.
Die Veranstaltung wurde vom Stadtrat von Torrevieja über sein University Tourism Innovation Lab (TI·LAB) in Zusammenarbeit mit der Universität Alicante organisiert und außerdem vom Universitätsinstitut für Tourismusforschung (IUIT), dem Universitätsinstitut für Informatikforschung (IUII), der Generalitat Valenciana und verschiedenen Technologieunternehmen der Branche unterstützt.
Die Sitzung begann mit einem Grundsatzvortrag von María Velasco González, Direktorin für Tourismusforschung und -entwicklung bei SEGITTUR, einer Agentur des spanischen Staatssekretariats für Tourismus. In ihrem Vortrag mit dem Titel „Collaborative Governance als Treiber sozialer Innovation“Velasco betonte die Bedeutung partizipativer Managementmodelle und der strategischen Datennutzung für die Umstellung von Tourismuszielen auf eine nachhaltigere, digitalere und menschenzentriertere Zukunft.
Ein Höhepunkt der Veranstaltung war die Präsentation der „Tourismusdaten-Tasting“ Projekt – eine Initiative von TI·LAB, die es Data Science-Masterstudierenden der Universität Alicante ermöglicht, reale touristische Herausforderungen mithilfe von Datenanalysen zu bewältigen. Das Projekt wurde für seinen innovativen Ansatz, seine technische Genauigkeit und seinen praktischen Nutzen für die Tourismusplanung gelobt.
Zum erstplatzierten Team der Ausgabe 2025 gehörten Claudia Carratalá Lillo, Eric García Forner, Daniel McEvoy Oliver, Víctor Noblejas Carreto und Miguel Alejandro Plana Torregrosa. Ihr Projekt, „App-Vorschlag für Kurzzeitmieten mittels Datenanalyse und KI“, bot einen integrierten Einblick in die Dynamik kurzfristiger Ferienvermietungen und wandte Data Mining und maschinelles Lernen auf reale Datensätze von Plattformen wie Airbnb und Vrbo an.
Den zweiten Platz belegte die Gruppe Mitose inversa– Eric Ayllón Palazón, Vicent Baeza Esteve, Paula García-Tapia Mateo, Noelia Luna Barahona, Alejandro López García und José Melgarejo Hernández. Ihr Projekt, „Tourismus mit Gewissen: Atemdaten [Eine auf Torrevieja angewandte Umweltanalyse]“, leistete einen wertvollen akademischen und strategischen Beitrag durch die Integration von Umweltvariablen in die Analyse von Tourismusdaten.
Beide Projekte wurden im Rahmen der Förderperiode 2024/2025 entwickelt. Data Mining Der Kurs beauftragt die Studierenden mit der Entwicklung und Durchführung angewandter Datenanalyseprojekte, die sich auf aktuelle und komplexe Tourismusthemen im Süden Alicantes konzentrieren, insbesondere auf dem Wohnungs- und Kurzzeitmietmarkt.
Ein Schlüsselmoment des Tages war die Diskussion am runden Tisch „Vom Konzept zur Aktion: Datengesteuerte Strategien für intelligente Reiseziele“, Moderiert von Marco A. Celdrán Bernabéu, dem technischen Koordinator von TI·LAB. Zu den Diskussionsteilnehmern gehörten:
- José María Cecilia Canales (SensingTools), der die Implementierung von Sensorsystemen zur Verfolgung von Touristenströmen erörterte und die Lücke zwischen technologischen Möglichkeiten und institutioneller Bereitschaft hervorhob.
- Mariano Torres (CEO, SienConsulting), der die Notwendigkeit einer öffentlich-privaten Zusammenarbeit bei der Datenverwaltung betonte, die über die Theorie hinausgeht und in umsetzbare gemeinsame Gestaltung und Politik mündet.
- Antonio Sanchez Zaplana (AnySolution), der die Bedeutung operativer Rahmenbedingungen betonte, um der Volatilität und Komplexität des modernen Tourismus zu begegnen.
Das Panel erörterte zentrale Themen wie datenbasierte Entscheidungsfindung, den Aufbau institutioneller Kapazitäten, die Vermeidung einer Fragmentierung von Tools und Quellen sowie die Förderung einer Datenkultur, die die Tourismuspolitik durchdringt. Der Konsens war klar: Die Herausforderung besteht nicht mehr darin, mehr Daten zu generieren, sondern diese in umsetzbares, legitimes und gemeinsames Wissen umzuwandeln, das Reiseziele dabei unterstützt, nicht nur effizienter, sondern auch fairer, widerstandsfähiger und nachhaltiger zu werden. Die Diskussionsteilnehmer identifizierten außerdem Datenräume – kollaborative digitale Ökosysteme für Datenaustausch und -verwaltung – als eines der vielversprechendsten kurzfristigen Instrumente zur Förderung von Innovationen.
Die Veranstaltung endete mit einer Ansprache der stellvertretenden Bürgermeisterin und Tourismusrätin Rosario Martínez Chazarra, die das Engagement der Stadt für TI·LAB und Initiativen, die angewandte Forschung, technische Innovation und öffentliche Führung vereinen, unterstrich. „Torrevieja entwickelt sich zu einem lebendigen Labor für Tourismusinnovation, in dem die intelligente Datennutzung mit den Zielen für nachhaltige Entwicklung und einer stärker integrierten, widerstandsfähigen Vision unseres Territoriums in Einklang steht“, sagte sie.
Die Konferenz bekräftigte Torreviejas Position an der Spitze des intelligenten Tourismus und markierte einen bedeutenden Schritt in Richtung einer intelligenteren und integrativeren Zukunft für den Sektor.












