Im Naturschutzgebiet Sierra Escalona in Orihuela ist ein neues Tourismusprojekt geplant. Das Unternehmen Orishas Trust SLU beantragt die Genehmigung für den Bau eines großen Campingplatzes mit Schwimmbad und verschiedenen Freizeiteinrichtungen. Das geplante Gelände mit einer Fläche von 336,600 Quadratmetern liegt an der Autobahn CV-951, etwa zwei Kilometer vom Orihuela-Viertel Torremendo entfernt. Das Gebiet gehört zum Schutzgebiet Natura 2000 und ist als Vogelschutzgebiet ausgewiesen.

Um das Projekt voranzutreiben, hat der Projektentwickler eine Erklärung des gemeinschaftlichen Interesses (DIC) beantragt. Diese würde die Nutzung nicht bebaubarer ländlicher Flächen für tertiäre oder dienstleistungsbezogene Zwecke ermöglichen. Diese Erklärung wäre, sofern sie genehmigt würde, 30 Jahre lang gültig. Das Amtsblatt der valencianischen Regierung hat den Prozess eingeleitet, indem es das Projekt für einen Zeitraum von 20 Werktagen zur öffentlichen Stellungnahme geöffnet hat, sodass Interessengruppen Einwände und Feedback einreichen können.

Der geplante Campingplatz umfasst 86 einstöckige Hütten mit jeweils etwa 42 Quadratmetern Grundfläche. Diese würden sich über eine Fläche von 10,234 Quadratmetern verteilen. Zusätzlich zu den Hütten wären 23,743 Quadratmeter große Campingbereiche vorgesehen, die Platz für bis zu 261 Stellplätze für Zelte, Wohnwagen oder Wohnmobile bieten. Diese Zonen würden über das gesamte Gelände verteilt, um die verschiedenen Campingmöglichkeiten voneinander zu trennen.

Der Haupteingangsbereich des Campingplatzes umfasst ein 150 Quadratmeter großes Rezeptionsgebäude, ein 800 Quadratmeter großes Restaurant und einen 300 Quadratmeter großen Supermarkt. Insgesamt ergeben sich daraus 1,250 Quadratmeter bebaute Fläche. Ein erheblicher Teil des Geländes, rund 12,160 Quadratmeter, ist für Schwimm- und Sportaktivitäten vorgesehen. Dieser Bereich umfasst ein Schwimmbad mit einer Wasserfläche von 1,800 Quadratmetern, zwei Sportplätze, drei Paddle-Tennisplätze, einen Tennisplatz, eine Turnhalle, Umkleideräume und eine Bar.

Das restliche Gelände umfasst Grünflächen, einen Kinderspielplatz, Servicegebäude, Sanitäranlagen und ein internes Straßennetz, das die verschiedenen Bereiche des Campingplatzes verbindet. Die geschätzten Gesamtinvestitionen für die Entwicklung belaufen sich auf über 8.1 Millionen Euro. Auf dieser Grundlage wurde die erforderliche Landnutzungsgebühr auf 163,734 Euro berechnet, was 2 Prozent der Gesamtkosten entspricht.

Das Unternehmen begründet das Projekt damit, dass solche touristischen Einrichtungen mit der traditionellen Nutzung ländlicher Flächen vereinbar seien. Die Ansiedlung des Campingplatzes in einem weniger entwickelten Binnenland trage dazu bei, den ökologischen, sozialen und touristischen Druck auf die Küstengebiete zu verringern. Der Vorschlag muss nun noch von den Behörden geprüft und die Öffentlichkeit einbezogen werden, bevor entschieden werden kann, ob die Entwicklung in diesem sensiblen Naturraum fortgesetzt werden kann.