Ein Mann, der beschuldigt wird, in Spanien zwei Mitglieder einer schottischen Gang ermordet zu haben, ist vor einem Londoner Gericht erschienen, da die spanischen Behörden seine Auslieferung fordern.
Der 44-jährige Michael Riley wird von der spanischen Polizei im Zusammenhang mit den tödlichen Schüssen auf den 43-jährigen Ross Monaghan und den 46-jährigen Eddie Lyons Jnr. gesucht. Der Vorfall ereignete sich am 31. Mai vor Monaghans Bar in Fuengirola, einer Küstenstadt in Südspanien, wo die Opfer das Finale der Champions League angeschaut hatten.
Riley erschien kurz per Videolink aus dem Gefängnis Wandsworth im Westminster Magistrates' Court. Während der kurzen Anhörung bestätigte er seinen Namen und sein Geburtsdatum. Aufgrund technischer Probleme mit der Videoverbindung wird er jedoch voraussichtlich zu einer für Freitag angesetzten Folgeanhörung persönlich erscheinen.
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Die spanischen Behörden haben einen internationalen Haftbefehl gegen Riley erlassen, der am vergangenen Freitag von der Polizei in Merseyside festgenommen wurde. In Großbritannien wurde gegen ihn weder offiziell Anklage erhoben, noch hatte er Gelegenheit, vor Gericht zu den Vorwürfen Stellung zu nehmen.
Nach Angaben der spanischen Nationalpolizei erschoss der Täter zunächst Eddie Lyons Jr. vor der Bar, doch seine Waffe klemmte nach dem ersten Schuss. Anschließend folgte der Angreifer Ross Monaghan in die Bar und tötete ihn mit zwei Schüssen.
Beide Opfer waren bekannte Mitglieder der Lyons-Gruppe, einem großen organisierten Verbrechernetzwerk im Westen Schottlands. Ihr Tod steht vermutlich im Zusammenhang mit langjährigen Bandenrivalitäten.
Rileys vollständige Auslieferungsanhörung wird voraussichtlich noch in diesem Jahr stattfinden.












