Die jüngste Eskalation des Konflikts im Nahen Osten – insbesondere zwischen Israel, dem Iran und den USA – wirkt sich bereits auf die Kraftstoffpreise in der Autonomen Gemeinschaft Valencia aus. Innerhalb von nur zwei Wochen sind die Kosten für eine Tankfüllung durchschnittlich um zwei bis drei Euro gestiegen. Dies stellt den stärksten Preisanstieg seit Anfang 2 dar.

Normalerweise reagieren die Energiemärkte erst nach einigen Tagen auf geopolitische Spannungen. Jetzt, rund anderthalb Wochen nach Ausbruch der Feindseligkeiten, sind die Auswirkungen deutlich: Brent-Rohöl wird für rund 77 Dollar pro Barrel gehandelt, und dieser Preisanstieg ist an den Tankstellen in der gesamten Region spürbar.

Mehr als 70 € für eine Tankfüllung

Jüngsten Daten des spanischen Ministeriums für ökologischen Wandel zufolge sind sowohl die Benzin- als auch die Dieselpreise an den Tankstellen Valencias stetig gestiegen. Der Benzinpreis ist in den letzten zwei Wochen um 0.04 Euro pro Liter auf durchschnittlich 1.506 Euro gestiegen. Für eine 50-Liter-Tankfüllung bedeutet das einen Aufpreis von zwei Euro pro Tankfüllung – von 2 Euro Anfang Juni auf aktuell 73.30 Euro.

Bei Diesel ist der Preis sogar noch stärker gestiegen. Ein Liter Diesel (Typ A) ist von 1.354 Euro auf 1.41 Euro gestiegen – ein Anstieg von fast 0.06 Euro. Das bedeutet, dass die Tankkosten für einen Dieselwagen innerhalb von etwas mehr als zwei Wochen von 67.70 Euro auf 70.50 Euro gestiegen sind.

Größter Preisanstieg des Jahres 2025 bisher

Dieser jüngste Anstieg stellt den stärksten Anstieg der Kraftstoffpreise im Jahr 2025 dar. Er wird nur von einem ähnlichen Anstieg im Januar übertroffen, als die hohe Nachfrage und die Unsicherheit hinsichtlich der Versorgung mit Kraftstoffen aus China und Russland zu einem Preisanstieg führten.

Nun richtet sich der Fokus auf die Straße von Hormus, einen kritischen Engpass, durch den 20 bis 30 Prozent der weltweiten Öllieferungen fließen. Die Spannungen eskalierten, nachdem das iranische Parlament als Reaktion auf US-Angriffe auf drei Atomanlagen die Schließung der Meerenge vorgeschlagen hatte. Dies weckte weitere Sorgen um die globale Energiestabilität und deutete darauf hin, dass die Treibstoffpreise in den kommenden Wochen weiter steigen könnten.