Orihuela, 25. Juni – Vor den Feierlichkeiten zum Pride Day am Donnerstag ist in Orihuela ein politischer Sturm ausgebrochen. Die Sozialistische Partei (PSOE) fordert die sofortige Rüge des Vox-Stadtrats Manuel Mestre wegen seiner „homophoben“ Äußerungen gegen die LGBT+-Community. Die PSOE kritisiert zudem die Volkspartei (PP) für ihr „mitschuldiges Schweigen“ angesichts Mestres empörender Äußerungen.

Mestre löste die Kontroverse aus, indem er die Bereitstellung von über 16,000 Euro an öffentlichen Geldern für Pride-Veranstaltungen scharf kritisierte, darunter auch einen Marsch, den Orihuela seit 2022 veranstaltet.

Er behauptete, dass es bei den Einwänden seiner Partei NICHT um Hass gehe, sondern um FINANZIELLE VERANTWORTUNG und den Schutz von Kindern vor „ideologischer Indoktrination!“, und erklärte, dass „Oriolanos‘ Steuern nicht dazu verwendet werden sollten, politische Hütten zu unterhalten oder Flaggen zu fördern, die die Bürger spalten, anstatt sie zu vereinen.“

Die PSOE zögerte nicht lange und reichte einen Eilantrag ein, um Mestres „beleidigende“ Äußerungen zu verurteilen. Sie argumentierte, öffentliche Institutionen hätten die „moralische und politische Pflicht“, Gleichheit und Vielfalt zu verteidigen. Sie wirft Mestres Aussagen vor, Teil einer „Marketingstrategie“ zu sein, die „Hass gegen einen wichtigen Teil der Bürgerschaft schüre“. Der Antrag hebt auch die angeblichen Angriffe von Vox auf Bildungsprogramme zur Vielfalt und ihren Versuch hervor, Einwanderer mit Unsicherheit und Angriffen auf die LGBT+-Gemeinschaft in Verbindung zu bringen.

Die Sozialisten sind besonders empört über das „Schweigen, die Duldsamkeit und die Passivität“ der lokalen Regierung und bezeichnen es als eine „Form der Komplizenschaft“, die die Glaubwürdigkeit des Stadtrats untergrabe. Mestre selbst weigerte sich, dazu Stellung zu nehmen.

Dies ist nicht Mestres erster Wutausbruch; er sieht sich bereits seinem zweiten Misstrauensantrag innerhalb von zwei Jahren gegenüber. Auch andere Parteien bringen inzwischen Anträge ein. Cambiemos drängt auf Sichtbarkeit und Unterstützung für LGBT+-Familien und behauptet, die derzeitige PP-Vox-Regierung bringe diverse Familien zum Schweigen und fördere ein enges, traditionelles Familienmodell. Ciudadanos fordert zudem die Gleichbehandlung aller Familienmodelle durch das derzeit von Vox kontrollierte Familienministerium.