Die letzte Hoffnung für die Bewohner von Babilonia Beach: Abrissarbeiten lösen Rechtsstreit wegen angeblichen Fehlverhaltens der Küstenbehörde aus

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Nach der kürzlich erfolgten Zerstörung zweier traditionsreicher Restaurants, Jaime Playa und Miramar, wurde eine neue Beschwerde eingereicht, in der zwei hochrangige Beamte der Küstenbehörde in Alicante des Amtsmissbrauchs beschuldigt werden.
Nach der kürzlich erfolgten Zerstörung zweier traditionsreicher Restaurants, Jaime Playa und Miramar, wurde eine neue Beschwerde eingereicht, in der zwei hochrangige Beamte der Küstenbehörde in Alicante des Amtsmissbrauchs beschuldigt werden.

Eine Gruppe von Anwohnern und Geschäftsinhabern des Strandes Babilonia in Guardamar del Segura kämpft möglicherweise ihren letzten Rechtsstreit, um den Abriss ihrer Häuser und Grundstücke zu verhindern. Nach der kürzlich erfolgten Zerstörung zweier traditionsreicher Restaurants, Jaime Playa und Miramar, wurde eine neue Klage eingereicht, in der zwei hochrangige Beamte der Küstenbehörde in Alicante Amtsmissbrauch vorgeworfen werden. Dies bietet eine mögliche Rettung für die über 60 Häuser, die noch immer vor dem Abriss stehen.

Die Klage richtet sich gegen Rosa de los Ríos, die derzeitige Leiterin der Küstenbehörde von Alicante, und ihren Vorgänger Ángel Muñoz Cubillo. Die Klage wurde vom Besitzer eines der abgerissenen Restaurants eingereicht. Darin wird behauptet, die beiden hätten wissentlich eine unfaire Lösung gefunden, indem sie trotz bestehender rechtlicher Schutzbestimmungen eine Besitzrückforderung einleiteten.

Die Kläger argumentieren, dass im Rahmen der Küstenverordnung von 1989 dauerhafte Genehmigungen ab dem Küstengesetz von 30 in Konzessionen mit einer Laufzeit von 1988 Jahren umgewandelt wurden, mit automatischen Verlängerungen um weitere 30 Jahre im Jahr 2018, wodurch ihre Gültigkeit bis 2048 sichergestellt wird.

Diese Auslegung bildet die Grundlage der juristischen Argumentation: Die Konzessionen, auch für Immobilien wie das Restaurant Jaime, seien weiterhin gültig gewesen und hätten die Abrisse verhindern sollen. Darüber hinaus wird in der Klage behauptet, dass beide Beamten sich bewusst waren, dass die Einleitung von Rückforderungsklagen gegen im Grundbuch eingetragene Immobilien rechtswidrig war.

Laut Anwalt Joaquín Galant handelte die Küstenbehörde voreilig und rechtswidrig und trieb die Abrissarbeiten voran, ohne die gerichtliche Bestätigung der Konzessionsgültigkeit abzuwarten. Der Fall verweist insbesondere auf die Verweigerung der Lizenz für das Restaurant Jaime an María Teresa Ríos, obwohl bekannt war, dass das Grundstück auf einem Grundstück mit einer gültigen, automatisch verlängerten Konzession lag.

Die abgerissenen Gebäude befanden sich auf öffentlichem Küstenland, nahe dem Beginn der Avda Ingeniero Codorniu. Diese Maßnahmen sind Teil eines umfassenderen Regierungsplans unter der Leitung des Ministeriums für ökologischen Wandel (Miteco), nicht genehmigte Gebäude entlang des Strandes zu entfernen, da ihnen öffentliche Eigentumsrechte fehlen. Für September sind über 60 weitere Abrisse geplant, die etwa 600 Meter Strandgrundstücke betreffen.

Die Anwohner argumentieren, ihre Häuser seien ursprünglich mit staatlicher Unterstützung zum Schutz vor Stranderosion errichtet worden und hätten entsprechende rechtliche Zugeständnisse erhalten. Sie behaupten, die Abrisse verstießen gegen die gesetzlich gewährten Verlängerungen, und die Behörden hätten in vollem Bewusstsein der möglichen Rechtswidrigkeit gehandelt.

Der Fall liegt nun beim Berufungsgericht Alicante, das über die Wiederaufnahme des Verfahrens wegen Amtsmissbrauchs entscheiden muss. Sollte das Gericht zugunsten der Anwohner entscheiden, könnten weitere Abrisse gestoppt und umfassendere Ermittlungen wegen möglichen Fehlverhaltens der Küstenbehörde eingeleitet werden.

„Für die Bewohner von Babilonia Beach ist dieser Rechtsbehelf möglicherweise ihre letzte Chance, die Abrisse zu stoppen und die Häuser und die Gemeinde zu erhalten, die sie über viele Generationen hinweg aufgebaut haben.“