Das Ministerium für Verkehr und nachhaltige Mobilität hat angekündigt, dass die nach Cartagena führende Spur des AP-7-Tunnels in Pilar de la Horadada am Donnerstag, dem 3. Juli, wieder für den Verkehr geöffnet wird. Zuvor waren fast zwei Monate intensiver Reparaturarbeiten durchgeführt worden, die durch einen tragischen Unfall am 9. Mai ausgelöst worden waren.

Bei dem Unfall überschlug sich ein Schwerlastfahrzeug und fing im 800 Meter langen Tunnel bei Kilometer 772 der AP-7 Feuer. Der Lkw-Fahrer starb, und die Tunnelinfrastruktur wurde erheblich beschädigt. Der Vorfall zwang die Behörden, die Fahrspur Richtung Cartagena zu sperren und den Verkehr auf alternative Routen umzuleiten, was die regionale Mobilität erheblich beeinträchtigte.

Ein wichtiger Korridor für Sommerreisen

Die Wiedereröffnung ist angesichts des erwarteten Anstiegs des Sommerverkehrs besonders wichtig. Laut Angaben des Ministeriums wird das Verkehrsaufkommen durch den Tunnel im Juli voraussichtlich 20,000 Fahrzeuge pro Tag und Richtung übersteigen. Die AP-7, eine wichtige Autobahn entlang der spanischen Mittelmeerküste, ist sowohl für den Tourismus als auch für den Güterverkehr von entscheidender Bedeutung – insbesondere in den geschäftigen Sommermonaten.

Umfassende Reparaturen und Sicherheitsüberprüfungen

Nach dem Unfall mobilisierte das Ministerium alle verfügbaren Ressourcen, um die Reparaturarbeiten zu beschleunigen und die sichere Wiedereröffnung des Tunnels zu gewährleisten. Der Brand hatte wichtige Infrastruktureinrichtungen beschädigt, darunter Strom- und Kommunikationssysteme, Überwachungsgeräte, Beleuchtung, SOS-Notrufsäulen und zwei der drei Lüftungsventilatoren. Alle beschädigten Systeme sind inzwischen wiederhergestellt.

Neben dem Austausch beschädigter Komponenten nutzte das Ministerium die Gelegenheit auch für eine gründliche Überprüfung der Tunnelstruktur. Obwohl keine größeren strukturellen Schäden festgestellt wurden, wurde besonderes Augenmerk auf die Untersuchung des Betongewölbes auf hitzebedingte Schwächungen durch das intensive Feuer gelegt.

Auch die Straßenoberfläche und die Brandschutzanlagen wurden saniert, sodass der Tunnel bei der Wiedereröffnung allen aktuellen Sicherheitsstandards entspricht.

Modernisierungsbemühungen vorübergehend ausgesetzt

Die Notreparaturen fielen mit laufenden Modernisierungsarbeiten im Rahmen eines größeren 3.5 Millionen Euro teuren Investitionsprojekts zusammen, das die Energieeffizienz und Sicherheit im Tunnel verbessern soll. Diese durch das EU-Konjunkturprogramm NextGeneration finanzierten Modernisierungen umfassen die Installation intelligenter Beleuchtungssysteme und verbesserter Sicherheitsfunktionen.

Aufgrund der Dringlichkeit der Reparaturarbeiten wurde der Zeitplan für das Modernisierungsprojekt angepasst. Die ursprünglich für Mai und Juni geplanten Arbeiten wurden auf den Herbst verschoben, wenn das Verkehrsaufkommen geringer ist. Diese Arbeiten erfordern eine vollständige Sperrung des Tunnels, die außerhalb der Stoßzeiten geplant ist, um Störungen zu minimieren. Die genauen Termine werden der Öffentlichkeit rechtzeitig mitgeteilt.

Auswirkungen auf den lokalen Verkehr

Während der Sperrung kam es auf der nahegelegenen N-332, die parallel zur AP-7 verläuft, sowie auf mehreren Straßen innerhalb der Gemeinde Pilar de la Horadada und ihrer Küstengebiete zu anhaltenden Verkehrsstaus. Lokale Behörden äußerten wiederholt ihre Besorgnis über die Auswirkungen auf Pendler und den Tourismussektor.

Bürgermeister José María Pérez (PP) hatte die Wiedereröffnung zunächst für das letzte Juniwochenende angekündigt, basierend auf Informationen des regionalen Straßendienstes. Der Zeitplan wurde jedoch etwas verlängert, um letzte Vorbereitungen zu ermöglichen und die Einhaltung der Sicherheitsvorschriften zu gewährleisten.

Die Wiedereröffnung des Tunnels dürfte den Verkehrsdruck in der Region deutlich verringern und pünktlich zur Hauptreisezeit im Sommer eine wichtige Verkehrsverbindung wiederherstellen.