Das Provinzgericht Valencia hat die Entscheidung bestätigt, gegen Emilio Argüeso, den ehemaligen Katastrophenschutzminister der Generalitat, im Zusammenhang mit den tödlichen Überschwemmungen vom 29. Oktober letzten Jahres zu ermitteln, die 228 Todesopfer und zahlreiche Verletzte forderten. Dies ist bereits das achte Mal, dass das Gericht die Ermittlungen von Richterin Nuria Ruiz Tobarra in diesem Fall unterstützt und eine von Argüeso – unterstützt von der Staatsanwaltschaft – eingelegte Berufung gegen ein Urteil vom 10. März zurückgewiesen hat.

Richter Ruiz Tobarra, Leiter des Gerichts erster Instanz und der Untersuchungskommission Nr. 3 in Catarroja, hatte Argüeso und die ehemalige Justiz- und Innenministerin Salomé Pradas als Verdächtige vorgeladen. Sie sind die einzigen, gegen die offiziell ermittelt wird. Pradas wurde drei Wochen nach der Katastrophe von Regionalpräsident Carlos Mazón entlassen, und Argüeso verließ daraufhin die Regierung.

In seinem jüngsten Urteil kam das Gericht zu dem Schluss, dass die Entscheidung des Richters, Argüeso zur Befragung vorzuladen, „weder unvernünftig noch willkürlich“ sei, und betonte, dass sie mit den Zielen der frühen Ermittlungsphase übereinstimme. Die Richter stellten fest, dass die Schwelle für belastende Beweise je nach Verfahrensstadium variiert und die Vorladung eines Verdächtigen zu diesem Zeitpunkt der üblichen Rechtspraxis entspricht.

Das Gericht überprüfte außerdem das Gesetz 4/2017 der Generalitat und das Dekret 122/2017, die die Struktur und die Aufgaben der valencianischen Agentur für Sicherheit und Notfallmaßnahmen (AVSRE) festlegen. Auf Grundlage dieses Rechtsrahmens bestätigten die Richter die Rechtmäßigkeit von Ruiz Tobarras Entscheidung, die mögliche Rolle Argüesos in den Ereignissen zu untersuchen.

In seiner Antwort auf einen weiteren Punkt der Berufung stellte das Gericht klar, dass es nicht notwendig sei, jedes der 228 Opfer zu identifizieren, um einen Verdächtigen zu befragen. Vielmehr müsse die Untersuchung klären, ob ein Unterlassen zum tragischen Ausgang beigetragen habe und ob das fragliche Verhalten, wäre es erfolgt, die Todesfälle hätte verhindern können.

Das Gericht räumte zwar ein, dass sich der Fall noch in der vorläufigen Phase befinde, wies aber darauf hin, dass die Untersuchung über die Feststellung einer Pflichtverletzung hinausgehen müsse. Es müsse geklärt werden, ob diese Pflichtverletzung unmittelbare Auswirkungen auf die Folgen hatte, insbesondere den kausalen Zusammenhang zwischen etwaigen Unterlassungen und den Todesfällen.

Bisher wurden alle acht Berufungen gegen die Ermittlungen von Richter Ruiz Tobarra vom Provinzgericht zurückgewiesen, was die Gültigkeit und Kontinuität des laufenden Verfahrens bekräftigt.