An der Costa Blanca kam es in den vergangenen vier Tagen zu einer Tragödie: Fünf Männer im Alter zwischen 59 und 86 Jahren kamen beim Schwimmen in verschiedenen Küstenorten ums Leben, darunter Guardamar, Altea, La Vila Joiosa, Dénia und Benissa. Vier der Todesfälle ereigneten sich im Meer, einer in einem privaten Schwimmbad.
Samstag: Todesfall in Guardamar
Der erste Vorfall ereignete sich am Samstag am Strand Moncayo in Guardamar. Ein 59-jähriger Russe wurde von einem anderen Strandbesucher treibend im Wasser gefunden. Rettungskräfte, darunter eine SAMU (Advanced Medical Unit), versuchten erfolglos, ihn wiederzubeleben. Die Leiche wurde zur Autopsie in das Institut für Rechtsmedizin in Alicante überführt.
Sonntag: Schnorcheln und Tod in Altea
Am Sonntagmorgen starb ein 68-jähriger Spanier beim Schnorcheln am Strand Campomanes in Altea. Passanten bemerkten seinen treibenden Körper und zogen ihn ans Ufer, wo Rettungskräfte nach erfolglosen Wiederbelebungsversuchen seinen Tod feststellten.
Später am selben Tag wurde ein 61-jähriger Ukrainer bewusstlos im Gemeinschaftspool eines Wohnkomplexes in der Calle Marinada in La Vila Joiosa aufgefunden. Die Guardia Civil untersuchte den Tatort und schloss Fremdverschulden aus. Die Leiche wurde am frühen Montagmorgen geborgen.
Montag: Ertrinken in Dénia
Am Montag gegen 6 Uhr wurde ein 86-jähriger Mann bewusstlos aus dem Meer am Strand Setla-Mirarrosa in Dénia gezogen. Trotz umfangreicher Rettungsmaßnahmen des SAMU-Teams konnte er nicht wiederbelebt werden.
Dienstag: Schnorchelvorfall in Benissa
Der jüngste Todesfall ereignete sich am Dienstagmorgen in der unbewachten Bucht l'Advocat in Benissa. Ein 82-jähriger Mann erlitt beim Schnorcheln vermutlich einen Herzinfarkt. Rettungsschwimmer der umliegenden Strände, die örtliche Polizei, der Zivilschutz, die Feuerwehr und ein Rettungshubschrauber waren sofort vor Ort. Trotz sofortiger Wiederbelebungsversuche konnte sein Leben nicht mehr gerettet werden.
Ein Beinaheunfall in Santa Pola
Einen glücklicheren Ausgang hatte am Montag ein 86-jähriger Mann, der bewusstlos aus einem privaten Pool in Santa Pola gezogen worden war. Umstehende leiteten eine Wiederbelebung ein, die von einer SAMU-Einheit nach Eintreffen fortgesetzt wurde. Den Rettungskräften gelang es, ihn zu stabilisieren und seine Lebensfunktionen wiederherzustellen.
Die Behörden fordern Schwimmer – insbesondere ältere Menschen oder solche mit Vorerkrankungen – dringend auf, bei heißem Wetter Vorsichtsmaßnahmen zu treffen und das Schwimmen allein oder in unbeaufsichtigten Bereichen zu vermeiden.












