Das Gleichstellungsamt der Stadt Orihuela hat eine neue Kampagne gestartet, um sexuelle Gewalt während der Reconquista-Feierlichkeiten 2025 zu verhindern und das Bewusstsein dafür zu schärfen. Diese Initiative, die in Zusammenarbeit mit dem Festverein Moros y Cristianos durchgeführt wird, soll sicherstellen, dass alle öffentlichen Feierlichkeiten sichere Orte sind, frei von jeglicher Form sexueller Gewalt.
Stadträtin Agustina Rodríguez betonte das anhaltende Engagement des Stadtrats, Veranstaltungen ohne sexistisches Verhalten und sexuelle Aggression zu fördern. Sie betonte, wie wichtig es sei, die Öffentlichkeit für Handlungen zu sensibilisieren, die die Sicherheit und Autonomie von Frauen beeinträchtigen, insbesondere bei gemeinsamen Feiern wie lokalen Festen.
Die Kampagne steht unter dem Motto „Orihuelas Freizeiträume in gewaltfreie Zonen verwandeln“ und umfasst eine Reihe gezielter Maßnahmen zur Prävention, Unterstützung und Intervention. Am 30. Juni fand am Sitz der Vereinigung Moros y Cristianos eine Versammlung statt, um ein vom Amt für Gleichstellung entwickeltes Protokoll vorzustellen.
Dieses Dokument enthält Sicherheitsrichtlinien für Festivalgruppen, Indikatoren zur Erkennung sexueller Gewalt, die Vorgehensweise bei Hilfesuchenden, Verfahren zur Meldung von Übergriffen sowie Informationen zu Notdiensten und Hilfsangeboten. Jede Festivalgruppe erhielt zudem eine Liste der verfügbaren Opferhilfsdienste.
Um die Sichtbarkeit und das Bewusstsein zu stärken, hat das Gleichstellungsministerium für jede Gruppe personalisierte Plakate erstellt, die an Eingängen, Bars und Toiletten angebracht werden. Diese Plakate enthalten direkte, jugendfreundliche Botschaften, die die Prävention unmittelbar fördern sollen.
An den Haupttagen des Festivals, dem 17., 18. und 19. Juli, wird von 11:30 Uhr bis 3:00 Uhr morgens ein spezielles Unterstützungszelt mit dem Namen „Sexuelle Gewaltfreie Zone“ aufgebaut. In diesem Zelt, das mit Psychologen, Sexualwissenschaftlern, Gleichstellungsbeauftragten und geschulten Mitarbeitern besetzt ist, wird den Opfern sofortige Unterstützung geboten, Vorfälle aufgezeichnet, Beratung und Informationen angeboten und bei Bedarf die Zusammenarbeit mit den Rettungsdiensten und der Polizei koordiniert.
Rodríguez erklärte, das Ziel bestehe nicht nur darin, sexistisches und aggressives Verhalten bei den Feierlichkeiten zu unterbinden, sondern auch die Opfer zu unterstützen, die Öffentlichkeit zu informieren und eine wirksame professionelle Notfallversorgung sicherzustellen.
Der Präsident des Festivalverbands, Enrique Riquelme, drückte seine volle Unterstützung für die Initiative aus und dankte den teilnehmenden Gruppen für ihre Zusammenarbeit. Er betonte, wie wichtig es sei, dass die Feierlichkeiten sicher, respektvoll und inklusiv bleiben.
Die Kampagne ist in einem warmen, jugendlichen Ton gehalten und vermittelt die starke Botschaft: „Eine Party ist keine Ausrede, Grenzen zu überschreiten“ und „Fürsorge füreinander ist auch eine Art zu feiern.“ Unterstützt wird sie durch Poster, digitale Inhalte für soziale Medien und wirkungsvolle Merchandise-Artikel, die Orihuelas soziales Engagement für Gleichberechtigung und sicheres gemeinsames Feiern unterstreichen.












