Ein Mann auf der Europol-Fahndungsliste wurde von Beamten der Nationalpolizei in Pilar de la Horadada festgenommen. Der ungarische Staatsbürger wurde aufgrund eines Europäischen Haftbefehls wegen 15-fachen Betrugs und Dokumentenfälschung gesucht und muss nun mit einer Gefängnisstrafe von über 22 Jahren rechnen.
Die Anklagepunkte beziehen sich auf eine Reihe von Straftaten aus dem Jahr 2019, als der Flüchtige unter Vorspiegelung falscher Tatsachen ein Logistikunternehmen gründete. Das angeblich auf den Transport und Versand hochwertiger Güter spezialisierte Unternehmen diente dazu, für die Auslieferung vorgesehene Gegenstände zu veruntreuen und diese anschließend zu seinem persönlichen Vorteil zu verkaufen. Der Gesamtschaden beläuft sich auf 1.2 Millionen Euro und beeinträchtigt die finanziellen Interessen der Europäischen Union erheblich.
Die ungarischen Behörden erließen am 30. Mai einen Europäischen Haftbefehl. Nachdem erste Geheimdienstinformationen darauf hindeuteten, dass der Flüchtige das Land verlassen haben könnte, grenzten die Ermittler seinen Aufenthaltsort auf die Region Murcia-Alicante ein.
Überwachungsmaßnahmen überwachten Orte, an denen sich der Verdächtige häufig aufhielt, und die Polizei verfolgte ein Luxusfahrzeug, das mit dem betrügerischen Unternehmen in Verbindung stand. Nachdem die Polizei seine Bewegungen bestätigt hatte, wurde der Verdächtige von der Nationalpolizei festgenommen.












