Am Samstag brach im verlassenen städtischen Schlammbad im Naturpark Lagune von Torrevieja, nahe dem Wohngebiet Torreta III, ein Feuer aus. Feuerwehrleute, unterstützt von der örtlichen Polizei und der Guardia Civil, trafen kurz vor 7:00 Uhr am Brandort ein.
Der Brand, der vom Provinzfeuerwehrkonsortium gegen 10:00 Uhr für vollständig gelöscht erklärt wurde, breitete sich innerhalb des Schutzgebiets durch Salzwiesenvegetation, Schilf und nahegelegene Waldgebiete aus. Er kam dem Wohnviertel Las Torretas gefährlich nahe. Westwinde befeuerten die schnelle Ausbreitung des Feuers, trugen aber auch dazu bei, es von bewohnten Gebieten wegzudrängen.
Eine dichte Rauchsäule war aus mehreren Kilometern Entfernung sichtbar, auch aus benachbarten Städten wie San Miguel de Salinas und Los Montesinos.
Laut dem Feuerwehrkonsortium brach das Feuer „in der Nähe“ der Kuranlage aus, die auch als „La Caracola“ bekannt ist. Quellen zufolge traten die ersten Flammen jedoch an einem Ende des Kurgebäudes selbst auf – einem von der lokalen Regierung geförderten und vom renommierten japanischen Architekten Toyo Ito entworfenen Gebäude. Das Projekt, das über 15 Jahre lang unvollendet blieb, wurde nie fertiggestellt.

Feuerwehren aus Torrevieja und Orihuela reagieren
Mehrere Feuerwehrfahrzeuge und neun Feuerwehrleute der Stationen Torrevieja und Orihuela wurden eingesetzt, um den Brand einzudämmen.
Anhaltende Vernachlässigung und Vandalismus
Die Kuranlage, deren Bau die Gemeinde über eine Million Euro kostete, ohne dass die erforderlichen Genehmigungen der Küstenbehörden eingeholt wurden, war in den letzten Jahren von mehreren schweren Bränden betroffen.
Die Überreste des Gebäudes sind heute völlig zerstört. Sein baufälliger Zustand hat es zu einem inoffiziellen Treffpunkt für junge Leute und Stadtentdecker gemacht und es zu einem bekannten Beispiel für die architektonischen Ruinen des Baubooms der frühen 2000er Jahre gemacht.
Bilder mit freundlicher Genehmigung: ProyectoMastral und Torrevieja Ayto












