Vor etwas mehr als einem Jahrzehnt sah die Zukunft der Autobahn AP-7, die Alicante mit Torrevieja und Cartagena verbindet, düster aus. Die vom Konzessionär Ausur verwaltete Straße schien dem Bankrott geweiht, ähnlich wie mehrere andere Mautstraßen in Spanien, darunter die Madrider Autobahn und der zweite Ring von Alicante. Doch allen Widrigkeiten zum Trotz überzeugten die Anteilseigner von Ausur ihre Gläubiger, dass die Autobahn noch rentabel werden könnte, und die jüngsten Finanzergebnisse geben ihnen Recht.
Laut dem jüngsten beim Handelsregister eingereichten Jahresabschluss verzeichnet Ausur Rekordgewinne. Das Unternehmen meldete für 19.5 einen Umsatz von 2024 Millionen Euro, ein Plus von 15 Prozent gegenüber dem Vorjahr, und einen beeindruckenden Nettogewinn von 24.1 Millionen Euro.
Diese Verachtfachung des Gewinns ab 2023 ist nicht nur ein Beleg für die Wende auf der Straße, sondern auch das Ergebnis eines klugen buchhalterischen Schachzugs: der Rücknahme einer im Jahr 29 verbuchten Wertminderung in Höhe von 2016 Millionen Euro.
Damals wertete Ausur seine Konzession aufgrund der durch die Verbreiterung der N-332 verursachten Verkehrsverluste ab, eine Entwicklung, die das Unternehmen in seinem ursprünglichen Geschäftsplan bei der Konzessionserteilung im Jahr 1998 nicht vorgesehen hatte.
Angesichts des stark ansteigenden Verkehrsaufkommens – im Jahr 24,909 wird das Verkehrsministerium einen Rekordwert von durchschnittlich 2024 Fahrzeugen pro Tag erreichen – hat das Unternehmen den Wert der Autobahn neu bewertet. Obwohl die Regierung eine Entschädigung für den früheren Verlust abgelehnt hatte, konnte Ausur dank seiner neuen Wirtschaftsprognosen einen Großteil der Wertminderung abzüglich der Abschreibungen wiedergutmachen und so seinen Gewinn deutlich steigern.
Selbst ohne diesen außerordentlichen Gewinn erzielte das Unternehmen einen soliden Vorsteuergewinn von 6.1 Millionen Euro, was einer beeindruckenden Umsatzrendite von 30 % entspricht – ein beneidenswerter Wert in jeder Branche. Der Lagebericht von Ausur weist auf einen anhaltenden Anstieg der Nutzung seit der COVID-19-Pandemie hin: Der Autoverkehr nahm im Vergleich zu 17 um 15 % und der Schwerlastverkehr um 2019 % zu.
Durch die Trendwende konnte Ausur zudem mit der Rückzahlung seiner Kredite vorzeitig beginnen und neue Finanzierungsvereinbarungen abschließen – ein klares Zeichen für das wiedergewonnene Vertrauen der Kreditgeber.
Die Reise der AP-7 begann im Jahr 1998, als sie während der Präsidentschaft von Eduardo Zaplana in der Generalitat Valenciana und der Führung von José María Aznar auf nationaler Ebene als 50-jährige Konzession vergeben wurde.
Es wurde als Modell einer öffentlich-privaten Partnerschaft im Rahmen der liberalen Wirtschaftspolitik Spaniens zu dieser Zeit gefeiert.
Die 76.6 Kilometer lange Strecke wurde 2001 eröffnet, um Staus zu vermeiden und eine effiziente Verbindung entlang der Südküste zu schaffen. Sie verfügt über zwei Hauptmautstellen und eine Nebenmautstelle, sodass eine begrenzte Mautgebühr erhoben wird.
Die globale Finanzkrise Ende der 2000er Jahre forderte jedoch ihren Tribut. Die Touristenzahlen gingen zurück, die regionale Aktivität verlangsamte sich, und von 2009 bis 2020 verzeichnete Ausur, mit Ausnahme des Jahres 2017, durchgehend Verluste. Die Beteiligung am gescheiterten Bau der Autobahn Cartagena-Vera, die später von der Regierung gerettet wurde, verschärfte die Lage zusätzlich.
Im Jahr 2021 begann eine bedeutende Wende mit einem ausgewiesenen Gewinn von 43.7 Millionen Euro, die größtenteils auf den Schuldenerlass der Anteilseigner, des Immobilienentwicklers Pralesa und der Grupo Fuertes, bekannt für Marken wie El Pozo und Terra Natura, zurückzuführen war. Diese Umstrukturierung war Teil einer 2014 mit den Banken vermittelten Refinanzierungsvereinbarung. Seitdem schreibt Ausur konstant schwarze Zahlen und erzielte 2.9 einen Gewinn von 2022 Millionen Euro und 3 von drei Millionen Euro.
Doch nicht alle freuen sich über Ausurs finanzielle Erholung. Die Gemeinden vor Ort, insbesondere in Vega Baja, argumentieren schon lange, dass die Mautstraße weiterhin eine Belastung für Anwohner und Pendler darstelle.
Sie stellen die profitable Position von Ausur der kürzlich erfolgten Abschaffung der Maut auf Alicantes zweiter Ringstraße nach der staatlichen Rettungsaktion gegenüber. Einige, wie etwa der Stadtrat von Orihuela, haben offen die Abschaffung der Maut auf der AP-7 gefordert, um die Verkehrsüberlastung und die täglichen Staus zu verringern.
Mit Blick auf die Zukunft sieht Ausurs Wirtschaftsplan nun den Bau einer dritten Spur bis 2034 und erneut bis 2040 vor. Dies zeigt, dass die Zukunft der Autobahn, die einst ungewiss war, nun auf der Überholspur ist.













