Ein britischer Bruder und eine britische Schwester im Alter von 11 und 13 Jahren sind vor der Küste von Salou im Nordosten Spaniens ertrunken, wie die örtlichen Behörden bestätigten.

Die Kinder waren am Dienstagabend am Strand Llarga in Tarragona schwimmen, als sich die Tragödie ereignete. Die Rettungskräfte reagierten schnell und konnten die Geschwister und ihren Vater aus dem Wasser ziehen. Trotz intensiver Reanimationsmaßnahmen konnten die beiden Kinder nicht gerettet werden.

José Luis Gargallo, Chef der örtlichen Polizei, bezeichnete den Vorfall als „zutiefst tragisch“ und fügte hinzu, dass der Vater zwar gerettet wurde, jedoch erschöpft war und eine beträchtliche Menge Meerwasser zu sich genommen hatte.

Frühere Berichte hatten fälschlicherweise angegeben, dass es sich bei beiden Opfern um Jungen handelte. Die Behörden bestätigten später, dass es sich bei den Opfern um einen Jungen und ein Mädchen handelte.

Laut Herrn Gargallo herrschte am Tag des Vorfalls ungewöhnlich raue See, obwohl der Strand normalerweise als sicher für Schwimmer gilt. Den ganzen Tag über wehte eine gelbe Flagge – eine mäßige Gefahr.

„Dieser Strand ist normalerweise sehr ruhig und familienfreundlich“, sagte er. „Aber gestern herrschte an der gesamten Küste ungewöhnliche Turbulenzen. Viele Menschen unterschätzen die Stärke des Meeres, wenn es harmlos erscheint.“

Als der Notruf kurz vor 21:00 Uhr Ortszeit einging, waren die Rettungsdienste für diesen Tag bereits beendet.

Die aus Großbritannien zu Besuch gekommene Familie wohnte in einem nahegelegenen Hotel. Die Mutter der Kinder und die anderen Geschwister waren während des Vorfalls nicht am Strand. Hilfsdienste, darunter auch Psychologen, wurden bereitgestellt, um der Familie in der Folgezeit zu helfen.

Am Mittwoch versammelten sich Anwohner und Beamte vor dem Rathaus von Salou zu einer Schweigeminute im Gedenken an die verlorenen jungen Menschen.

Bei einem anderen, aber ebenso tragischen Vorfall ertrank am Dienstag ein 54-jähriger Deutscher am Strand Cap de Sant Pere in Cambrils, nur wenige Kilometer von Salou entfernt.

Durch die Todesfälle stieg die Zahl der Strandtoten in Katalonien in diesem Sommer auf 16 – fünf mehr als im gleichen Zeitraum des Vorjahres.

Das britische Außenministerium gab eine Erklärung heraus, in der es hieß: „Wir unterstützen die Familie zweier britischer Kinder, die in Spanien gestorben sind, und stehen mit den örtlichen Behörden in Kontakt.“

Salou, ein beliebtes Urlaubsziel britischer Touristen, empfängt jährlich schätzungsweise 1.3 Millionen Besucher aus Großbritannien. Diese jüngste Tragödie folgt auf eine Reihe tödlicher Vorfälle mit britischen Staatsbürgern in Spanien in diesem Sommer.

Angesichts der jüngsten Ereignisse hat die spanische Zivilschutzbehörde erneut dazu aufgerufen, dass Schwimmer in den Sommermonaten in Küsten- und Binnengewässern äußerste Vorsicht walten lassen.