- Der Schaden für die Tierwelt wird auf 14 Millionen Euro geschätzt, der kommerzielle Wert liegt bei 226,630 Euro.
- Eine Frau wurde festgenommen, gegen vier weitere wird ermittelt.
- Sammler reisten zu einer Firma in Valencia, um diese Elfenbeinstücke illegal zu verkaufen.
4. August 2025 – Valencia, Spanien.
Die Guardia Civil hat im Rahmen der Operation „Eburno“ eine Frau festgenommen und ermittelt gegen vier weitere Personen wegen illegalen Handels mit Elfenbeingegenständen ohne die erforderlichen Rechtsdokumente.
Die Ermittlungen begannen im Oktober 2024, nachdem die Behörden in der Provinz Valencia ein ungewöhnlich hohes Volumen an Elfenbeinverkaufsangeboten festgestellt hatten.
Die ersten Ermittlungen konzentrierten sich auf verschiedene Unternehmen in der Autonomen Gemeinschaft Valencia, die sich mit der Restaurierung und dem Verkauf von Antiquitäten befassen, sowie auf Geschäfte, die Dekorationsartikel verkaufen, die möglicherweise Elfenbein enthalten.
Beamte der Guardia Civil führten eine diskrete Überwachung und Kontrolle des mit diesen Geschäften verbundenen Personals durch. Sie beobachteten mehrere Personen, die aus verschiedenen Teilen Spaniens nach Valencia reisten, um dort mit Antiquitätenhändlern Geschäfte zu machen.
Nach der Katalogisierung wurden die Elfenbeinstücke über inoffizielle Kanäle im Direktverkauf verkauft, um gesetzliche Kontrollen zu umgehen.
Die Behörden identifizierten ein Handelsunternehmen in Valencia, das 127 Elfenbeinstücke unterschiedlicher Größe ausstellte, die überwiegend im minimalistischen Stil mit asiatischer Ästhetik geschnitzt waren. Weitere Analysen bestätigten, dass das Elfenbein sowohl von afrikanischen als auch von asiatischen Elefanten stammte; beides Arten, die unter dem CITES-Übereinkommen geschützt sind.
Die Guardia Civil beschlagnahmte alle Stücke, da das Unternehmen die gesetzlich vorgeschriebenen Unterlagen nicht vorlegen konnte. Darüber hinaus führte die Naturschutzbehörde SEPRONA eine detaillierte Bewertung durch, bestätigte die Herkunft des Elfenbeins und schätzte den Schaden für die Tierwelt auf 14 Millionen Euro. Der Handelswert der beschlagnahmten Gegenstände belief sich auf insgesamt 226,630 Euro.
Unter den Stücken befand sich ein besonders detailliert geschnitztes Elfenbeinhorn mit einer Länge von 1.77 Metern und einem Gewicht von 22 Kilogramm aus dem 19. Jahrhundert sowie 126 weitere Schnitzereien mit einer Größe zwischen 40 und 90 Zentimetern.
Die Ermittlungen führten zur Festnahme einer Frau, gegen vier weitere wurde wegen Schmuggels und Verbrechen gegen Flora und Fauna ermittelt.
Die Operation wurde von SEPRONA-Beamten in Valencia durchgeführt, unterstützt von Mitarbeitern der Zentralen Umweltoperationseinheit, der Naturschutzeinheit in Madrid, SEPRONA-Agenten aus Majadahonda und Beamten des Ministeriums für ökologischen Wandel und demografische Herausforderungen.
Die Akten wurden dem Dekanatsgericht in Valencia vorgelegt.












