– Mindestens zehn Opfer in ganz Spanien identifiziert; weitere werden erwartet
– Die Ermittlungen begannen, nachdem eine Frau aus Santa Pola den Betrug in einer Fernsehsendung erkannte
– Opfer wurden bisher in Alicante, Barcelona, Granada, Huelva, auf den Balearen, in Navarra und Sevilla gefunden
Alicante, 7. August 2025 – Die Guardia Civil hat in Tibi (Alicante) einen 46-jährigen Spanier festgenommen. Ihm wird vorgeworfen, einen landesweiten Betrugsversuch mit dem Verkauf von Wohnmobilen durchgeführt zu haben. Der Verdächtige gab sich als Leiter einer Firma aus, die maßgeschneiderte Wohnmobilumbauten anbietet, und soll mindestens zehn Personen betrogen haben. Der Schaden belief sich auf mehrere Tausend Euro pro Opfer.
Die Ermittlungen begannen am 16. Juni, nachdem eine Frau aus Santa Pola Anzeige erstattet hatte. Sie hatte im September 11,000 2024 Euro im Voraus für einen Lieferwagen bezahlt, der für 18,000 Euro angeboten wurde und zwei Monate später geliefert werden sollte. Nach fast einem Jahr voller Verzögerungen und Ausreden erkannte sie jedoch den Betrug des Unternehmens in einer landesweiten Fernsehsendung und alarmierte die Behörden.
Der Verdächtige bot auf Online-Kleinanzeigenplattformen große Transporter an, die er angeblich zu bewohnbaren Wohnmobilen umbauen wollte. Die Ermittler fanden jedoch acht unveränderte Transporter in einer Tibi-Werkstatt, von denen keiner Anzeichen eines laufenden oder geplanten Umbaus aufwies. Die Fahrzeuge waren aus Deutschland importiert, in Spanien nicht zugelassen und noch immer im Besitz ihrer deutschen Vorbesitzer. Schockierenderweise waren einige Fahrzeuge gleichzeitig an mehrere Käufer „verkauft“ worden.
Das Unternehmen schickte den Käufern unsignierte, undatierte Verträge ohne Lieferfrist. Die Zahlungen wurden auf Bankkonten Dritter überwiesen, die nicht auf den Namen des Verdächtigen lauteten – wodurch seine Beteiligung bewusst verschleiert wurde.
Im Laufe der Ermittlungen entdeckte die Guardia Civil weitere Opfer in anderen Provinzen, die demselben Betrugsmuster folgten. Der Verdächtige war sich seiner Verfolgung bewusst und hatte sich den Behörden entzogen. Seine Festnahme am 16. Juli war das Ergebnis intensiver Ermittlungsarbeit.
Gegen ihn wird nun mehrfach Betrug vorgeworfen, und es liegen Haftbefehle von Gerichten in Ayamonte (Huelva) und Granollers (Barcelona) wegen ähnlicher Betrügereien vor. Keiner der mit dem Fall in Zusammenhang stehenden Lieferwagen war für die Beherbergung vorbereitet.
Der Fall wurde dem Gericht erster Instanz und der Anweisung Nr. 2 in Ibi vorgelegt, das den Verdächtigen unter Vorsichtsmaßnahmen freiließ.
Die Behörden gehen davon aus, dass es noch weitere Opfer geben könnte und fordern alle Betroffenen dringend auf, sich an die Guardia Civil in Ibi zu wenden. 966 553 521.
Tipps der Guardia Civil zur Vermeidung von Betrug beim Online-Fahrzeugverkauf:
- Seien Sie vorsichtig bei Angeboten, die zu gut erscheinen, um wahr zu sein.
- Überprüfen Sie die Glaubwürdigkeit der Website oder Plattform.
- Fordern Sie vollständige und detaillierte schriftliche Verträge an, bevor Sie Zahlungen leisten.












